merken
PLUS

„Der Wolf zieht immer“

Der Erlichthof in Rietschen ist gefragt. Chefin Marion Girth sagt, weshalb.

Jährlich zieht es zwischen 70 000 und 100 000 Besucher auf das Gelände der Schrotholzhaussiedlung in Rietschen. Ein Indiz dafür, dass das Interesse an dem 1991 entstandenen Erlichthof sehr groß ist. Dabei ist das Vorhaben zunächst belächelt worden. „Wir haben es geschafft, dass sich der Erlichthof über die Jahre zu einem überregionalen Ausflugsziel etabliert hat“, freut sich Marion Girth. Sie ist Geschäftsführerin des Landschaftspflegeverbandes Lausitz, der auch Träger der Natur- und Touristinformation auf dem Erlichthof ist.

Frau Girth, welche Veranstaltungen sind denn in diesem Jahr gut angenommen worden?

VARO Direct
Grüner heizen, Haushaltskasse entlasten
Grüner heizen, Haushaltskasse entlasten

Kunden von VARO Energy Direct können jetzt im Rahmen einer besonderen Aktion viel Geld beim Brennstoffeinkauf sparen.

Richtig gut entwickelt haben sich die Kabarettveranstaltungen in der Theaterscheune. Da waren wir schnell ausverkauft. Auch für die letzten drei Veranstaltungen in diesem Jahr sind alle Karten bereits vergriffen. Außergewöhnlich gut gelaufen sind auch der Gartenmarkt und die Pflanzenbörse. Besonders beliebt sind die Spurenexkursionen von Stephan Kaasche in das Wolfsgebiet. Da kommen die Gäste sogar von weit her, um daran teilzunehmen. Der Wolf zieht immer.

Was lief bisher nicht so gut?

Wir hatten uns mehr von dem Zunft- und Mittelalterfest versprochen, das Ende Juni seine Premiere gefeiert hat. Es war zwar eine schöne Veranstaltung, aber es kamen leider zu wenige Besucher. Dadurch konnten wir nicht alle Kosten decken. 2014 wird es deshalb kein solches Fest geben.

Sie scheinen mit den Veranstaltungen den Nerv der Besucher zu treffen. Was ist das Geheimnis des Erlichthofes?

Es gibt bundesweit noch andere Museumsdörfer, aber der Erlichthof ist ein Novum. Wir sind eine Siedlungsgemeinschaft. Die Besonderheit des Erlichthofes besteht darin, dass dieser aus mehreren Einzelunternehmen besteht. Da gibt es unter anderem den Schoko-Laden, den Bäcker, die Töpferin, Weberin und gastronomische Einrichtungen. Und genau diese Vielfalt an Angeboten macht den Erlichthof aus.

Welche Argumente sprechen noch für den Erlichthof?

Man kann hier aktiv sein. Die Besucher können Fahrräder ausleihen und auf dem Wolfsradweg die Gegend erkunden. Günstig ist auch die Lage direkt an der Bundesstraße 115. Auch der Bahnhof ist nahe.

Gibt es beim Projekt Erlichthof denn noch Herausforderungen, oder funktioniert alles wie von selbst?

Hier steckt viel Herzblut drin. Daher lehnt man sich natürlich nicht einfach zurück. Ganz im Gegenteil. Man muss sich für die Besucher immer wieder etwas Neues, Spannendes einfallen lassen.

Gespräch: Doreen Hotzan