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Der Zellesche Weg bekommt eine Straßenbahn

Die Neubaustrecke zwischen Löbtau und Strehlen kostet rund 100 Millionen Euro. Im Mai trifft der Stadtrat eine wichtige Entscheidung.

Von Tobias Winzer

Dort, wo heute Platz für einen breiten Grünstreifen ist, sollen ab 2019 Straßenbahnen und Busse fahren. So oder so ähnlich stellen sich das die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) für den Zelleschen Weg vor. Bei einer Bürgerversammlung stellte das Unternehmen gestern weitere Details ihrer Pläne vor. Der Streckenabschnitt an der TU ist Teil der 2,8 Kilometer langen Neubaustrecke von Löbtau nach Strehlen. Spätestens Ende 2017 sollen die Bauarbeiten für das insgesamt 100 Millionen Euro teure Projekt beginnen.

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Aus insgesamt vier Teilabschnitten besteht die Strecke. Die Bauarbeiten am ersten Abschnitt, der Zentralhaltestelle Kesselsdorfer Straße, sollen bereits im kommenden Jahr beginnen. Ebenfalls weit fortgeschritten sind die Planungen für das Endstück, die Oskarstraße inklusive neuem Haltepunkt Strehlen. Dort soll es im kommenden Jahr losgehen. Für die beiden Bauabschnitte dazwischen von der Nossener Brücke bis zum Wasaplatz laufen derzeit die Vorplanungen.

Als schwierigstes Bauwerk auf der gesamten Neubaustrecke gilt die Nossener Brücke. Da das bestehende Bauwerk bereits erste Alterserscheinungen zeigt, wollen Stadt und DVB die alte Brücke abreißen und eine neue mit Straßenbahngleisen bauen. Wie gestern bekannt wurde, soll der Stadtrat voraussichtlich schon im Mai darüber entscheiden.

Für das Teilstück auf der Nürnberger Straße, dem Zelleschen Weg und der Caspar-David-Friedrich-Straße haben die Verkehrsbetriebe mehrere Varianten. Auf dem Zelleschen Weg sollen die Straßenbahnen entweder in der Mitte des heutigen Grünstreifens fahren oder rechts und links der heute bestehenden Baumreihe. Geprüft wird auch, ob die Fahrbahn schmaler wird. Zwei Autos würden dann noch nebeneinander passen, nicht aber ein Auto und ein Laster. Radfahrer sollen extrabreite Streifen bekommen. Nach der Sommerpause entscheidet der Stadtrat zwischen insgesamt fünf Varianten.

DVB und Stadt rechnen damit, dass rund 60 Millionen Euro der Baukosten vom Bund gefördert werden könnten. Weil das Zuschussprogramm 2019 ausläuft, sollen die Arbeiten bis dahin abgeschlossen sein. Die restlichen 40 Millionen Euro muss Dresden aus dem eigenen Haushalt zahlen.