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Döbeln

37.000 Flaschen Desinfektion für Sachsen

Die Firma Beiersdorf in Waldheim hat die erste Spende an den Freistaat übergeben. Davon profitiert auch der Kreisverband Döbeln-Hainichen.

Stephan Roelen (links), Werksleiter von Beiersdorf in Waldheim, hat die Flaschen mit Handdesinfektion Rüdiger Unger, dem Chef des DRK-Landesverbandes Sachsen, übergeben. Mit dabei war Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping.
Stephan Roelen (links), Werksleiter von Beiersdorf in Waldheim, hat die Flaschen mit Handdesinfektion Rüdiger Unger, dem Chef des DRK-Landesverbandes Sachsen, übergeben. Mit dabei war Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping. © Sächsisches Staatsministerium für Soziales und Ges

Waldheim. Über das Wochenende haben die knapp 250 Mitarbeiter von Beiersdorf in Waldheim eifrig Desinfektionsmittel produziert. Am Dienstag konnten die ersten 37.000 Flaschen Händedesinfektion dem Logistikzentrum des Deutschen Roten Kreuzes in Dresden übergeben werden.

Ein Teil davon ist am Mittwoch ins Lager des DRK-Kreisverbandes Döbeln-Hainichen gekommen, wie René Illig vom Verband mitteilte. Jener ist mit der Abholung und dem Transport der Desinfektion beauftragt worden. Über die weitere Verteilung der Desinfektion entscheide das Landratsamt. Diese sei aktuell in der Vorbereitung, informierte Kreissprecher André Kaiser. Sobald die Verteilung festgelegt sei, werde das Landratsamt darüber informieren.

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Sachsenweit geplant sei die sofortige Verteilung an Schwerpunktpraxen von Ärzten und Zahnärzten, an den Rettungsdienst und Katastrophenschutz, an Pflegeeinrichtungen, an Institutionen der Behindertenbetreuung und an Bestatter, informierte Andreas Friedrich, Sprecher des Sächsischen Sozialministeriums.

Auch Mundschutz wird verteilt

Der Bedarf an Desinfektionsmitteln ist hoch. Allein der Kreisverband des DRK habe knapp 800 Mitarbeiter zu versorgen, darunter sieben Sozialstationen und drei Pflegeheime. Es seien noch Desinfektionsmittel da, doch aufgrund der unterbrochenen Lieferketten sei nicht so schnell mit Nachschub zu rechnen, erklärte Illig. Auch Mundschutz haben die beiden ehrenamtlichen Helfer des DRK-Kreisverbandes am Mittwoch für Mittelsachsen eingelagert. Insgesamt 14.000 OP-Masken sind dem Landkreis zur Verfügung gestellt worden. Geliefert worden sind die Masken vom Bund. Auch deren Verteilung erfolgt über das Landratsamt.

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Kurzfristig sollen somit die Beschäftigten der sozialen Dienste und Einrichtungen wie ambulante Pflegedienste, Tages- und Nachtpflege, außerklinischen Intensivpflege, stationären Pflege, Hospize, Wohnheime und Werkstätten für Menschen mit Behinderung sowie von stationären Einrichtungen für Kinder und Jugendliche mit OP-Masken ausgestattet werden, informiert der Sprecher des Ministeriums.

Bei Beiersdorf in Waldheim soll die Produktion von Desinfektionsmittel weitergehen, kündigte Werksleiter Stephan Roelen bei der Übergabe der Desinfektion in Dresden an. „Wir werden in den kommenden Wochen weitere Mengen produzieren.“ Geplant sei unter anderem am Sonnabend die Herstellung von 160.000 Sprühflaschen, sagte eine Unternehmenssprecherin. 

Wann diese ausgeliefert werden, dazu macht das Unternehmen derzeit keine Angaben. Wie viel Desinfektion genau in Waldheim hergestellt werden soll, lässt die Sprecherin ebenfalls offen. Insgesamt will der Konzern 1.000 Tonnen Desinfektionsmittel den Krisenstäben und Einsatzkräften spenden. „Die Lieferung erfolgt je nach Empfänger sowohl in großen Containern als auch in kleineren Gebinden, wie beispielsweise Sprühflaschen. Sachsen bekomme sowohl Flaschen mit 200 Millilitern als auch 1.000-Liter-Container.

Innerhalb weniger Tage ist in Waldheim die Produktion von Desinfektionsmittel aufgenommen worden. In dem Werk herrschten dafür ideale Bedingungen. 
Innerhalb weniger Tage ist in Waldheim die Produktion von Desinfektionsmittel aufgenommen worden. In dem Werk herrschten dafür ideale Bedingungen.  © Beiersdorf

Innerhalb weniger Tage hatte das Team die Produktion in Waldheim hochgefahren. Diese wurde zusätzlich in Betrieb genommen. Normalerweise stellen die Mitarbeiter in dem ehemaligen Florena-Werk Cremes der Marken Florena, Eucerin und Nivea her. Diese Produktion laufe ungehindert weiter. Für die Herstellung des Desinfektionsmittels sind zusätzliche Schichten eingeplant worden, informierte eine Sprecherin des Unternehmens.

Noch mehr Desinfektionsmittel

In den kommenden Tagen wird mit weiterem Desinfektionsmittel von Beiersdorf, jedoch vom Stammsitz aus Hamburg, gerechnet. Geliefert werden sollen 16 Container mit je 1.000 Litern Händedesinfektion.

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„In der gegenwärtig sehr angespannten Marktlage bei Desinfektionsmitteln und Schutzkleidung hilft diese Großspende enorm. Die Einhaltung der Hygienevorschriften ist ein wichtiger Baustein bei der Bekämpfung des Coronavirus“, äußerte sich Sachsens Gesundheitsministerin Petra Köpping (SPD).

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