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Desinfektionsmittel aus der Heimat

Ein Altenberger Unternehmen hat kurzfristig eine neue Produktionsstrecke aufgemacht. Angeregt hatte das der Bürgermeister.

Der Altenberger Unternehmer Dr. Andreas Seidel hat mit der Produktion von Desinfektionsmitteln begonnen.
Der Altenberger Unternehmer Dr. Andreas Seidel hat mit der Produktion von Desinfektionsmitteln begonnen. ©  privat

Das Altenberger Unternehmen AM Chemie GmbH hat mit der Produktion von Desinfektionsmittel begonnen. Damit reagiere seine Firma auf eine Anfrage der Stadt Altenberg, sagt Geschäftsführer Dr. Andreas Seidel. 

"Nach wie vor produzieren wir Mittel zur Oberflächenbehandlung von Metallen. Unsere Abnehmer sind Draht- und Walzwerke in ganz Europa", sagt Seidel. Sein Unternehmen ist seit 1999 in Altenberg tätig, beschäftigt derzeit sieben Mitarbeiter und verfügt auch über das Know-how, um Desinfektionsmittel zur Flächenbehandlung und für die Handhygiene herzustellen. Die von seinem Unternehmen produzierten Flüssigkeiten sind Konzentrate. Aus einem Liter ergeben sich 50 bis 400 Liter Anwendungsflüssigkeit.

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Die Stadt Altenberg hat ihre erste Lieferung bereits bekommen. Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) zeigte sich erfreut, dass das Unternehmen seiner Bitte  nachgekommen ist. "Das zeigt die Solidarität und das Engagement unserer Unternehmen für das Gemeinwohl und den Schutz unserer Bürgerschaft", so Kirsten.

In Abstimmung mit dem Unternehmen, hat er seine Amtskollegen über das Angebot der AM Chemie GmbH informiert. Ähnlich habe sein Sebnitzer Kollege Mike Rukh (CDU) gehandelt, so Kirsten. Dieser hatte vor gut zwei Wochen den Bürgermeistern mitgeteilt, dass in seiner Stadt ein Unternehmen seine Produktion umstellt, um Nasen- und Mundschutze herzustellen. Kirsten hatte sich daraufhin noch nachts an das Unternehmen gewandt und 15.000 Stück bestellt. "Das hat klasse funktioniert und 10.000 Schutze haben wir bereits erhalten", so Kirsten. 

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