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Pirna

Desinfektionsmittel aus Pirna-Neundorf

Die Firma Schill & Seilacher stellt jetzt eine keimtötende Flüssigkeit her. Dafür ruhen Teilbereiche der eigenen Produktion.

Desinfektionsmittel von "Schill + Seilacher": Erst für den Eigenbedarf, jetzt für soziale Einrichtungen.
Desinfektionsmittel von "Schill + Seilacher": Erst für den Eigenbedarf, jetzt für soziale Einrichtungen. © Schill + Seilacher

Das Chemie-Unternehmen Schill & Seilacher, ansässig im Pirnaer Ortsteil Neundorf, stellt gewöhnlich chemische Zusatzstoffe für ganz unterschiedliche Produkte her. Weil aber die Corona-Pandemie die Nachfrage nach Desinfektionsmittel rapide ansteigen ließ, hat das Werk einen Teil seiner Produktion umgestellt - und stellt nun selbst eine keimtötende Flüssigkeit her. 

"Seit Anfang März hatten wir schon für den Eigenbedarf Desinfektionsmittel produziert, mit welchem sich unsere Mitarbeiter desinfizieren können und mit dem wir zudem zweimal täglich empfindliche Bereiche reinigen", sagt Werkleiter Dr. Uwe Dittrich. Seit Anfang dieser Woche nun stellt der Betrieb Mittel in größeren Mengen her,  insbesondere für die sozialen Einrichtungen im Landkreis.

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Schill & Seilacher produziert das Desinfektionsmittel mit Namen "Saxol DMI" nach der von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfohlenen Rezeptur. Dank eines entsprechenden Glyzeringehaltes sei es nach Auskunft des Unternehmens zudem auch hautfreundlich. Das Mittel sei ein kleiner und regional bezogener Beitrag zum Kampf gegen die Pandemie. Für die Herstellung von "Saxol DMI" hat das Werk Teile der eigenen Produktion zurückgestellt, um dafür Kapazitäten zu schaffen.

Abgegeben wird das Mittel in Form von Fünf- oder Zehn-Liter-Behältern vorzugsweise an Krankenhäuser, Altenheime, Feuerwehren, Apotheken, Arztpraxen, den Verein Lebenshilfe, das Landratsamt und seinen Katastrophenschutz sowie an die Stadtverwaltung Pirna. "Da aber insbesondere eine der Komponenten des Desinfektionsmittels zurzeit sehr knapp ist, können wir nur limitierte Mengen herstellen und dementsprechend auch abgeben", sagt Dittrich. Sobald hier die Nachschublage besser geworden ist, fahre das Werk die Produktion weiter hoch. "Die Anfragen kommen schon verstärkt aus allen Bereichen bei uns an."

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