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Werden jetzt Desinfektionsmittel geklaut?

In Krankenhäusern sind Flaschen weggekommen. Und auch Gerüchte machen die Runde: Gab es einen Infizierten in der Ebersbacher Klinik?

Von Romy Altmann-Kuehr
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Symbolfoto
Symbolfoto ©  dpa

In den hiesigen Krankenhäusern sollen schon Flaschen mit Desinfektionsmitteln weggekommen sein. In Corona-Zeiten ist das Mittel, um sich die Hände von möglichen Viren und Bakterien zu befreien ein gefragtes Gut und in den Drogerie- und Supermärkten nahezu ausverkauft. 

Aber deswegen gleich stehlen? "Wir haben natürlich jetzt einen deutlich höheren Verbrauch", sagt dazu Kliniksprecherin Jana-Cordelia Petzold, zuständig für das Klinikum Oberlausitzer Bergland und das Krankenhaus in Weißwasser. Und ja, es komme auch vor, dass ganze Flaschen von Desinfektionsmitteln aus den Spendern verschwinden. 

In erster Linie liege der enorm hohe Verbrauch aber daran, dass jetzt alle, die im Krankenhaus noch ein- und ausgehen sich ordnungsgemäß und sehr gründlich desinfizieren würden. "Das ist lobenswert, dass die Verhaltensregeln so befolgt werden. Wir schließen deswegen nichts weg und bringen das auch nicht zur Anzeige. Wie sollte die Polizei das auch verfolgen?", sagt sie. Auch seien die Vorräte an Desinfektionsmitteln aufgefüllt. Einen Engpass gebe es nicht. 

Besucherverkehr gibt es derzeit in den Krankenhäusern ohnehin nicht mehr. Nur in wenigen Ausnahmefällen dürften noch Angehörige mit hinein. Vor Kurzem wurde zum Beispiel ein Kind eingeliefert. "Da durften die Eltern natürlich erst mal mit rein." Wer Patienten etwas wichtiges bringen möchte, zum Beispiel einen frischen Schlafanzug oder Geld, kann das an der Pforte abgeben. 

Keine Infizierten in den Krankenhäusern

Jana-Cordelia Petzold dementiert auch das Gerücht, dass es im Krankenhaus Ebersbach einen Corona-Infizierten gegeben habe. "Dass stimmt nicht, wir hatten noch keinen Fall." Die Krankenhäuser an allen drei Standorten in Ebersbach, Zittau und Weißwasser seien aber vorbereitet und bestens ausgerüstet für den Fall der Fälle. 

So werden derzeit die Beatmungsplätze für Intensivpatienten aufgerüstet. Bisher gibt es 27 solcher Plätze an den drei Standorten. Nicht dringende Untersuchungen und aufschiebbbare Operationen sind gestrichen. Auch die Ambulanz in Zittau wird geschlossen. Die Kräfte sollen gebündelt werden, um eventuelle Corona-Notfälle aufnehmen und betreuen zu können, erklärt Frau Petzold. 

"Wir sind da auch sehr transparent mit unseren Informationen, wollen die Menschen gut informieren." Sollte es Infektionsfälle geben, werde natürlich dazu informiert. Es sei aber viel Unsicherheit unter den Leuten zu merken, sagt Frau Petzold. Und das ziehe eben auch Gerüchte nach sich. 

Nach aktuellem Stand sind im Landkreis Görlitz fünfzehn nachweislich Infizierte gemeldet. 

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