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Hat die Bahnstrecke doch eine Chance?

Die Deutsche Bahn prüft das Potenzial stillgelegter Strecken wie der von Oderwitz über Herrnhut nach Niedercunnersdorf. Der Gleisabbau wird aber weiter geplant.

Zugewachsen sind die Gleise der Herrnhuter Strecke am Bahnhof Obercunnersdorf.
Zugewachsen sind die Gleise der Herrnhuter Strecke am Bahnhof Obercunnersdorf. © Matthias Weber (Archiv)

Fahren auf der Bahnstrecke Oderwitz-Herrnhut-Niedercunnersdorf doch wieder Züge? Zumindest hat die Deutsche Bahn angekündigt, das Potenzial für eine Wiederbelebung zu prüfen. Das berichtet der Grünen-Bundestagsabgeordnete und verkehrspolitische Sprecher der Fraktion, Stephan Kühn. 

Er wandte sich im Januar an den Konzern und ist froh über die Entscheidung. "Das Ergebnis der Überprüfung ist für Mitte des Jahres anvisiert und wird Aufschluss darüber geben, ob und welche Rolle diese Strecke für den Bedeutungszuwachs der Bahn künftig spielen kann", so Kühn. Es sei mehr als vernünftig, die jüngsten Entwicklungen wie ein verstärkter Klimaschutz durch eine Verkehrswende in die Neubewertung einzubeziehen - im Rahmen des Strukturwandels. "Die aktuelle Corona-Pandemie zeigt deutlich, wie relevant eine flächendeckende Schieneninfrastruktur für die Versorgung und Mobilität in Krisenzeiten ist."

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In einem Telefonat mit dem Konzernbeauftragten der DB AG für Sachsen, Martin Walden, und Landrat Bernd Lange (CDU) verständigten sich alle gleichzeitig darauf, dass das bereits 2018 begonnene Planfeststellungsverfahren zum Gleisrückbau weiterläuft. "Da dessen Ergebnis ohnehin erst zum Jahresende erwartet wird und nicht zwingend zum Gleisrückbau führt", sagt der Abgeordnete. (SZ)

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