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Deutsche Wertarbeit

Qualität „Made in Germany“ wird weltweit immer noch geschätzt. Im Zweifelsfall auch beim Töten – gehört doch die deutsche Rüstungsindustrie schon seit Jahrzehnten zu den führenden Anbietern der Welt, wenn es um Waffen geht.

Qualität „Made in Germany“ wird weltweit immer noch geschätzt. Im Zweifelsfall auch beim Töten – gehört doch die deutsche Rüstungsindustrie schon seit Jahrzehnten zu den führenden Anbietern der Welt, wenn es um Waffen geht. Schiffe, Panzer, Militärfahrzeuge und Kleinwaffen: Der Wert für die im vergangenen Jahr genehmigten deutschen Waffenexporte lag bei 5,8 Milliarden Euro, und damit um 1,1 Milliarden Euro höher als 2012. Grund für den Anstieg waren „umfangreiche Genehmigungen“ in Länder wie Algerien, Katar, Saudi-Arabien und Indonesien.

Man mag einwenden: In einem Land, das jedes Jahr Waren im Wert von über 1 000 Milliarden Euro ausführt, machen die Waffenexporte nur gut 0,5 Prozent aus. Man kann sich auch an den Angaben des renommierten Stockholmer Friedensforschungsinstituts Sipri erfreuen, dass aus Deutschland zwischen 2009 und 2013 immerhin fast ein Viertel weniger Waffen ausgeführt wurden als im gleichen Zeitraum zuvor. So argumentieren die einen, an der Rüstungsindustrie hingen hierzulande über 100 000 Arbeitsplätze. Die anderen befinden, Waffenexporte seien immer ein Geschäft mit dem Tod.

Geld und Recht
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und sich nicht im Paragrafendschungel zurechtfindet, ist schnell arm dran. Tipps und Tricks rund um Geld, Sparen und juristische Fallstricke gibt es hier zu finden.

Recht haben beide – aus ihrer Sicht. Hier aber geht es nicht um Recht. Es geht ganz einfach um die Frage: Geschäft oder Moral? Die Antwort darauf haben alle Regierungen dieses Landes längst gegeben. Auch wenn sie sich – wie jetzt gerade SPD-Gabriel – stets Mühe gaben, das Ganze unter dem Mäntelchen einer „politischen Abwägung“ zu halten. Um aber zu verdecken, dass wir deutsche Arbeitsplätze sichern, damit deutsche Wertarbeit anderswo tötet, verwundet und verkrüppelt, dafür ist das Mäntelchen viel zu kurz.