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Deutschenboraer Teiche verlottern

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Natur. Mehrere Einwohner aus Deutschenbora machten ihrem Herzen Luft, dass die drei Teiche an der Straße durchs Triebischtal so verlottert sind. „Einst waren sie ein Schmuckstück in unserer Gemeinde. Es gab Wasservögel auf den Teichen, auf Bänken am Ufer konnten die Leute verweilen. Heute sind die Anlagen ein Schandfleck“, sagte ein Deutschenboraer. Zwei der Teiche seien nahezu ausgetrocknet. Unkraut, Schilf und Bäume würden sich breit machen. Die Uferzonen drohen abzusacken. „Auch das Geländer ist marode“, sagte der Einwohner. Hier müsse endlich was getan werden.

Nossens Bauamtsleiterin Carola Bieber: „Wir wollen in diesem Jahr beginnen, die Teiche wieder in Ordnung zu bringen. Im Haushalt der Stadt haben wir dafür 160 000 Euro vorgesehen. In den folgenden Jahren sind die restlichen Abschnitte an der Reihe.“ Die Sanierung könne aber nur dann erfolgen, wenn das Amt für Ländliche Entwicklung in Kamenz dafür Fördermittel ausreicht. „Der Antrag ist gestellt“, so Bieber.

Reparatur. Hans-Jörg Lorenz aus Meißen hatte Ärger mit einem Küchengerät. Der Bosch-Allesschneider ging nach dem Anschalten gleich wieder aus. Das Elektrohaus Weder in der Domstadt reparierte das Gerät. Eine neue Leiterplatte wurde installiert. „Doch unter Last ging die Laufleistung des Allesschneiders zurück“, sagte der Meißner. Er reklamierte den Fall. Das Elektrohaus wechselte daraufhin Feder und Kohle vom Antrieb aus. Das Gerät funktionierte. Der Kunde war der Ansicht, dass er zu viel bezahlt habe, da der Fehler nach seiner Ansicht nicht an der Leiterplatte, sondern an den Kohlebürsten gelegen habe, die wesentlich billiger seien.

Heike Weder, Inhaberin des Elektrohauses, sagte u. a. dazu: „Es lagen zwei Fehler vor. Einmal musste die Leiterplatte gewechselt werden, da das Gerät überhaupt nicht ging. Unsere Monteurin hat sich da mit dem Bosch-Unternehmen beraten. Der zweite Fehler lag an den verschlissenen Kohlebürsten. Insofern haben wir korrekt gehandelt.“ Das Elektrohaus hatte dem Kunden angeboten, kostenlos die alte Leiterplatte wieder in den Allesschneider einzubauen, um den Gerätefehler aufzuzeigen. Das war aber nicht mehr möglich, da der Kunde die Platte schon entsorgt hatte.

Umwelt. Spaziergänger, die im Kleinen Triebischtal unterwegs waren, bemerkten, wie junge Leute einen Sack voller Unrat in die Landschaft schmissen. „Wir wollten einschreiten, doch die Personen machten sich aus dem Staube“, sagte ein Mann, der sich an die SZ gewandt hatte. Seiner Ansicht nach sollte die Kommune stärker kontrollieren und empfindlichere Strafen gegen Umweltsünder aussprechen. Dann würde auch solcher Landschaftsfrevel zurückgehen.

Triebischtals Bürgermeister Dieter Schneider : „Wie vielen Bürgern liegt auch uns am Herzen, dass die Schönheit der reizvollen Triebischtäler bewahrt bleibt und diese nicht durch Müll und Abfälle verschandelt wird. Deshalb ahnden wir Verstöße im Landschaftsschutzgebiet strikt. Wenn die Umweltsünder ausfindig gemacht werden können, haben sie ein saftiges Bußgeld zu erwarten.“

Je nach Schwere der Tat, so Schneider, werde die Ordnungswidrigkeit von der Gemeinde oder dem Landratsamt verfolgt. „Wir bitten die Einwohner, uns Hinweise zu geben, wenn solche Dinge passieren“, sagte der Bürgermeister. So konnte unlängst die Gemeindeverwaltung nach Hinweisen von Einwohnern einen Bürger ermitteln, der in Ullendorf Erde an der Straße abgekippt hatte.