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Gefährliche Situation vor der Schule?

Ein Coswiger Stadtrat bringt zwei Hinweisschilder an der Kötitzer Straße an, die Stadtverwaltung lässt sie wieder abnehmen.

© Symbolbild/Alexander Stoll

Coswig. Für Stadtrat Alexander Stolle von der Fraktion Bündnis für ein nachhaltiges Coswig besteht eine gefährliche Situation vor der Schule an der Kötitzer Straße in Höhe der Villa Teresa. Deshalb brachte er dort am Dienstag, dem 23. Juni, zwei inoffizielle Hinweisschilder an. 

„Da vor der Kurve die kommende Schule nicht erkennbar ist und bis dahin (leider!?) 50 km/h erlaubt sind, muss endlich offiziell gehandelt werden“, argumentierte er. Stolle, der selbst in Kötitz wohnt, erklärte weiter: „Als beruflicher Auto-Vielfahrer finde ich diese Art von zusätzlichen Hinweisen sehr hilfreich.“

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Um eine Lösung zu erarbeiten, würden erneute Gespräche mit der zuständigen Coswiger Verwaltung laufen, erklärte der Stadtrat. Auf Nachfrage bei der Stadtverwaltung teilte Sprecherin Ulrike Tranberg mit: „Die Sicherheit der Kinder hat selbstverständlich Priorität. Daher überwacht unser Fachbereich Ordnungswesen den Verkehr insbesondere vor den Schulen regelmäßig.“ 

Die letzte Mess-Aktion vor wenigen Wochen habe ergeben, dass in ganz Kötitz weniger als ein Prozent der Pkws zu schnell gefahren sei. „Das heißt, das 30er-Schild steht ausreichend weit vor der Oberschule; es wird rechtzeitig und offensichtlich von allen Fahrern wahrgenommen.“

Zudem seien streckenbezogene Anordnungen auf den unmittelbaren Bereich der Einrichtung und insgesamt auf höchstens 300 Meter Länge zu begrenzen, wie im Paragrafen 41 der Straßenverkehrsordnung (StVO) festgelegt sei. 

„Diese Vorgaben sind vor der Kötitzer Oberschule ausgereizt.“ Auch die 50 km/h auf der Kötitzer Straße vor der Kurve würden eingehalten. „Unrühmliche Ausnahmen lassen sich mit Schildern leider nicht immer verhindern – unabhängig von deren Standort.“

Verkehrsschilder würden von der Straßenverkehrsbehörde gemäß der StVO angeordnet, so die Sprecherin. „Private Schilder an diesen Masten im öffentlichen Verkehrsraum ohne Genehmigung lässt das Gesetz bzw. die städtische Polizeiverordnung nicht zu. Auch ist es nicht gestattet, Abbildungen, die einem Verkehrszeichen ähneln, im öffentlichen Verkehrsraum anzubringen.“ Deshalb habe die Stadt die beiden Schilder wieder entfernen lassen.

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