merken

Diagnose Darmkrebs – was nun?

Experten des Elblandklinikums stellen am 11. Februar in Meißen Behandlungsmethoden vor.

Jährlich erkranken in Deutschland über 60 000 Menschen an Darmkrebs, mehr als 25 000 Betroffene sterben daran. Im Laufe seines Lebens erhält jeder Siebzehnte diese bedrückende Diagnose. Dabei ist Darmkrebs heilbar, wenn er frühzeitig erkannt wird. Professor Dr. med. Oliver Stöltzing ist Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie am Elblandklinikum Meißen. Beim SZ-Gesundheitsforum am 11. Februar stellt er neueste Behandlungsmethoden vor.

Anzeige
Mit Oppacher gelassen losradeln

Eine ausgedehnte Fahrradtour ist fabelhaft – wenn sie gut vorbereitet ist.

Herr Professor Stöltzing, wo liegen die Risikofaktoren der Erkrankung?

Darmkrebs zählt zu den am intensivsten erforschten Krebsarten. Der Großteil der Darmkrebserkrankungen entwickelt sich über viele Jahre aus zunächst gutartigen Darmpolypen. Da die genetischen Reparaturmechanismen der Schleimhautzellen mit höherem Alter weniger effektiv sind, nimmt das Krebsrisiko zu. Bei vererbten Genveränderungen bedarf es jedoch deutlich weniger Zeit zur Entstehung von Krebs.

Werden die angebotenen Vorsorgemaßnahmen ausreichend genutzt?

Leider nehmen immer noch viel zu wenige Menschen die Möglichkeiten zur Früherkennung, wie den angebotenen Stuhltest ab 50 Jahren und die von der Krankenkasse bezahlte Darmspiegelung ab 55 Jahren wahr. Es gibt mittlerweile auch andere bildgebende Verfahren, die anstelle einer mit Bedenken behafteten Darmspiegelung eingesetzt werden können.

Welche diagnostischen Verfahren sind in den Elblandkliniken Standard?

Bei Darmkrebs werden insbesondere die Darmspiegelung mit Gewebeproben-Entnahme, die Tumormarker- Bestimmung im Blut sowie die Ultraschalluntersuchung des Bauches angewendet. Bei nachgewiesenem Darmkrebs folgt eine noch feinere Ausbreitungsdiagnostik mit moderner Computertomografie, Kernspintomografie oder zusätzlich einer rektalen Ultraschalluntersuchung bei Enddarmkrebs.

Welche Möglichkeiten der Therapie bieten Sie Betroffenen an?

Hier in Meißen können wir aufgrund der fachübergreifenden engen Vernetzung der Abteilungen alle Stadien der Darmkrebserkrankung behandeln. Die Möglichkeiten reichen von der minimal-invasiven Operation bis hin zur multimodalen onkologischen Therapie. Aufgrund der Kooperation mit dem Universitätsklinikum Dresden sowie dem Klinikum Dresden-Friedrichstadt können wir auch bei Einsatz der Strahlentherapie die Patienten heimatnah betreuen. Weiterhin bieten wir auch für Darmpolypen (Adenome), welche noch nicht zu einem Krebs entartet sind, verschiedene Behandlungsmöglichkeiten.

Die Fragen stellte Kristin Koschnick

Termin des nächsten SZ-Gesundheitsforums (Thema: Darmkrebs) ist der 11. Februar ab 18 Uhr im Elblandklinikum Meißen, Nassauweg 7, Konferenzraum 4. Aufgrund begrenzter Platzkapazitäten bitten wir um telefonische Anmeldung unter 03521 41045520 oder 0351 837475670. Der Eintritt ist frei.

Sachsen wählt: Am 1. September ist Landtagswahl in Sachsen. Sie wissen noch nicht, wen Sie wählen? Der Wahl-O-Mat für Sachsen hilft Ihnen bei der Entscheidung! Alle Berichte, Hintergründe und aktuellen News zur Landtagswahl finden Sie gebündelt auf unserer Themenseite zur Landtagswahl in Sachsen.