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Partec holt weltweiten Versand nach Görlitz

Das Diagnostikunternehmen feierte am Donnerstag das Richtfest für zwei neue Gebäude. Die sollen nun im Rekordtempo fertiggestellt werden.

Partec-Geschäftsführer Michael Esther (4.v.r.) freut sich mit OB Octavian Ursu (3.v.r.) und Ministerpräsident Michael Kretschmer (2.v.r.) über den Baufortschritt.
Partec-Geschäftsführer Michael Esther (4.v.r.) freut sich mit OB Octavian Ursu (3.v.r.) und Ministerpräsident Michael Kretschmer (2.v.r.) über den Baufortschritt. © Nikolai Schmidt

Alle sind sie gekommen an diesem Donnerstagmittag bei Sysmex Partec auf der Arndtstraße in der Görlitzer Südstadt: Ministerpräsident Michael Kretschmer, OB Octavian Ursu, die Landtagsabgeordnete Franziska Schubert, Handwerker und die halbe Belegschaft von Partec. Und sie strahlen mit der Sonne um die Wette, als ein Zimmermann von der Firma Rommel aus Dresden den Richtspruch verliest, sein Glas zerschellen lässt und anschließend die Richtkrone nach oben schwebt.

Alte Gebäude wurden voriges Jahr abgerissen

Es ist das Richtfest für gleich zwei neue Gebäude, zwei Flachbauten hinter dem großen Partec-Hauptgebäude. Für sie waren seit April/Mai zwei alte Gebäude aus DDR-Zeiten abgerissen worden. Ab 4. November wurden die neuen Fundamente gesetzt. 

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Und dank des milden Winters liegt der Bau bisher im Zeitplan, lobt Geschäftsführer Michael Esther: „Ich hoffe, dass das auch so bleibt.“ Der Zeitplan ist ehrgeizig: Bereits Ende März sollen beide Gebäude fertig sein. Esther ist zuversichtlich, dass das gelingt: „Das ist ja alles Leichtbau.“ Die Gebäude werden miteinander verbunden. Beide zusammen werden 1.200 bis 1.400 Quadratmeter Nutzfläche haben.

So sollen die neuen Flachbauten hinter dem großen Hauptgebäude einmal aussehen.
So sollen die neuen Flachbauten hinter dem großen Hauptgebäude einmal aussehen. © Nikolai Schmidt

Ab 1. April sollen die Gebäude nach und nach bezogen werden. Die Produktion vom alten Standort am Flugplatz soll in den Neubau umziehen. Das geht freilich nicht alles auf einmal, die Produktion muss ja weiterlaufen. Deshalb wird sich der Umzug über mehrere Monate hinziehen. Allerdings ist das noch nicht alles: Partec holt den weltweiten Versand nach Görlitz – in eines der neuen Gebäude. Bisher war er zum Teil in Hamburg angesiedelt, zum Teil in Japan. Künftig werden beide Teile in Görlitz sein. Die Entscheidung dafür sei bereits im August gefallen, sagt Esther. Letztlich sollen dadurch auch Transportkosten gespart werden, denn ein guter Teil der Produktion ist in Görlitz angesiedelt, etwa 150 Mitarbeiter beschäftigt Partec hier.

Partec findet neue Mitarbeiter leicht

Für den weltweiten Versand sollen jetzt zwei Leute dazukommen, später vielleicht noch einmal drei bis vier. Diese zu finden, sei kein Problem, sagt Esther: „Selbst Ingenieure finden wir ohne Probleme.“ Einerseits bewerben sich oft Rückkehrer bei der Firma, andererseits auch Menschen aus Polen. Personell sei Partec aber gar nicht so sehr auf Wachstumskurs: „Es geht derzeit eher darum, Produktionsprozesse effektiver zu gestalten und dort zu automatisieren, wo es sinnvoll ist.“

Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) bezeichnet die Entwicklung von Partec in Görlitz als „tolle Erfolgsgeschichte“. Er dankt einerseits den Chefs bei Sysmex in Japan für ihr Vertrauen, andererseits den Mitarbeitern in Görlitz für ihre gute Arbeit: „Sorgen Sie dafür, dass es so weitergeht.“ Wer auf Innovation setzt, könne erfolgreich sein, das zeige das Beispiel von Partec. Gleichzeitig versprach der Ministerpräsident auch, dass Görlitz per Bahn besser an Berlin und Dresden angebunden werden soll: „Berlin wird boomen, und wir sind in absehbarer Zeit schnell dort, wenn wir es richtig machen.“ Auch OB Octavian Ursu (CDU) lobt die Innovationskraft des Unternehmens: „Es ist wichtig, nicht nur über das Tagesgeschäft zu sprechen, sondern in die Zukunft zu schauen.“ Wie schon Kretschmer und später auch Franziska Schubert (Bündnisgrüne), sichert Ursu der Firma seine volle Unterstützung zu.

Gebäude könnte bald aufgestockt werden

Bei weiterem Wachstum soll auf jeden Fall weiter gebaut werden, sagt Esther. Eines der beiden neuen Gebäude könnte bereits nächstes Jahr um eine Etage aufgestockt und über eine Brücke mit dem Hauptgebäude verbunden werden. Sicher sei das zwar noch nicht, „aber wenn wir uns weiter so gut entwickeln, brauchen wir eine zweite Etage möglicherweise bald als Lager“, erklärt der Geschäftsführer.

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