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Dicke Luft in Bischofswerda

über die Feinstaubwerte

Ingolf Reinsch

In Bautzen ist es amtlich: Die Feinstaub-grenzwerte sind in diesem Jahr schon an mehreren Tagen überschritten worden. In Bischofswerda gibt es keine Messungen. Doch die Luft ist kaum besser.

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Messstationen befinden sich nur in Ballungsräumen und größeren Städten. Bischofswerda gehört nicht dazu. Mithilfe eines mathematischen Modells ermittelt das Landesumweltamt sachsenweit die Feinstaubwerte. Bei Bischofswerda gehe man von einer Vorbelastung von 21 bis 22 Mikrogramm im Tagesdurchschnitt aus, heißt es in der Landesbehörde. Um durch den Straßenverkehr an den Grenzwert von 50 Mikrogramm heranzukommen, müssten täglich 15 000 Autos durch die Stadt fahren. Tatsächlich sollen es aber „nur“ 5 000 am Tag sein.

Trotz dieser Zahlen: Das Problem des Feinstaubs wird oft noch unterschätzt. Erst eine Richtlinie der Europäischen Union rückte vor wenigen Jahren die damit verbundenen Gefahren für die Gesundheit in den Blickpunkt und damit in das öffentliche Bewusstsein. Das ist auch notwendig. Lärm und Erschütterungen werden seit Langem von vielen als Probleme wahrgenommen, Feinstaub bisher nicht.