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Leben und Stil

Die 5 Trends der neuen Radsaison

Neue Modelle, smarte Lösungen und Klimaschutz im Sattel – der Branchenverband sagt, was das Jahr 2020 bringt.

Gut versteckt: Manche E-Bikes sind als solche nicht mehr erkennbar. Der Motor sitzt in der Hinterradnabe, der Akku im Unterrohr. Per Knopfdruck wird gestartet. Funktionen werden aufs Smartphone übertragen
Gut versteckt: Manche E-Bikes sind als solche nicht mehr erkennbar. Der Motor sitzt in der Hinterradnabe, der Akku im Unterrohr. Per Knopfdruck wird gestartet. Funktionen werden aufs Smartphone übertragen © pd-f.de

Ob Alltagsradler oder Sportler – Fahrradfahren steht in diesem Jahr unter dem Stichwort Vernetzung. Die Smartphone-App ruft bei Radunfällen Hilfe, intelligente Alarmsysteme schützen vor Diebstählen und digitale Services sorgen für Ersatz, falls das Rad einmal beschädigt ist. Sächsische.de hat mit dem Pressedienst Fahrrad über die Trends für die neue Saison gesprochen. Dem Branchenverband gehören 50 Vereine und Institutionen rund ums Rad an.

Trend 1: E-Bikes für jedes Alter und jeden Anspruch

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr rund eine Million E-Räder verkauft. Der Verband Zweirad Industrie prognostiziert, dass hierzulande künftig jedes dritte Rad ein E-Bike sein wird. Befördert wird dieser Trend durch stark spezialisierte Angebote und den Fakt, dass Akkus zunehmend im Rahmen verschwinden. Auch die schönere Optik lässt die Lust auf E-Räder wachsen. 

Rundum versorgt im ELBEPARK Dresden

Lebensmittelgeschäfte, Drogerien, Apotheken und Tierfachgeschäfte haben für Sie weiterhin geöffnet. Hier stehen Ihnen 5.000 Parkplätze zur Verfügung.

Neben Senioren werden junge, dynamische Radler und auch Extremsportler fündig. 

Trend 2: Smarte Lösungen für mehr Sicherheit

Technische Lösungen bringen mehr Sicherheit für Radler. Zwar ist die Zahl der Straßenverkehrsunfälle mit Radfahrern laut Statistischem Landesamt Sachsen um 5 Prozent im Vergleich zu 2018 gesunken. Da die meisten Radler aber noch immer ohne Helm fahren, sind die Folgen bei Kollisionen mit Pkws oder Lkws – die häufigste Unfallursache – schnell lebensbedrohlich. 

Einen besonderen Schutzhelm stellt jetzt Sicherheitsexperte Abus vor. Das „Quin“-System (ab 139,95 Euro) ist ein Helm-Chip mit integrierten Beschleunigungssensoren. So werden Stürze erkannt. Ein Bluetooth-5.0-Signal löst zudem eine Notfallroutine auf dem gekoppelten Smartphone aus. Ähnlich wie der Airbag-Kragen (299 Euro) des schwedischen Anbieters „Hövding“. Er registriert Bewegungen 200 Mal pro Sekunde. Bei einem Unfall löst der Airbag in 0,1 Sekunden aus. Dadurch wird der Nacken fixiert und der Kopf vor dem Aufprall geschützt. Via Smartphone-App werden Notfallkontakte benachrichtigt.

Künftig sollen Autos, Fußgänger, Radler, Bus und Bahn lückenlos vernetzt werden. Ein Faltrad könne dafür schon heute die Lösung sein, so der Pressedienst Fahrrad – es passt selbst in die überfüllteste Bahn. 

Trend 3: Klimaschutz wird auch im Sattel wichtig

Das klassische Rad fährt im Verkehr klimaneutral, da es kein CO2 ausstößt. Anders sieht es bei der Produktion aus – auch der von Radzubehör. Deshalb sind nachhaltige Ideen im Kommen. Etwa bei Textilien. So besteht die Mountainbike-Kollektion „Virt“ von Vaude zu 87 Prozent aus recyceltem Polyester. Ein anderes Beispiel: der Kinderanhänger der „Vaaya“-Reihe (ab 899 Euro) von Croozer aus Köln. Hierfür werden künftig atmungsaktive Climatex-Stoffe verwendet, die trennbar und recyclingfähig sind. Um die Lebensdauer von Taschen zu verbessern, überarbeitet zudem Spezialst Ortlieb den Rucksack „Velocity“ (ab 89,99 Euro). So können Verschleißteile leicht ersetzt werden. Anbieter von Kinderrädern weiten zudem Garantiezeiten aus. Da diese Räder oft weitergereicht werden, bietet Puky nun einen Produktschutz von fünf Jahren.

Trend 4: Alte Räder können einfach nachgerüstet werden.

© Frank Rumpenhorst/dpa

Nachhaltig ist es auch, sein Rad möglichst lange zu fahren. Wer auf Komfort nicht verzichten will, kann es günstig aufwerten. Der Pressedienst Fahrrad verweist etwa auf neue LED-Frontscheinwerfer für Nabendynamos. 

Auch Frontgepäckträger können eine sinnvolle Ergänzung sein – etwa wenn der hintere Gepäckträger mit einem Kindersitz ausgelastet ist oder man Einkäufe per Rad erledigt. Speziell für Mountainbiker empfiehlt sich ein Steckschutzblech mit LED-Rücklicht. Ebenso können E-Bikes aufgewertet werden: beispielsweise mit robusten Unplattbar-Reifen.

Trend 5: Die Popularität des Gravel Bikes wächst

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Das Gravel Bike kombiniert die Leichtigkeit eines Rennrads mit breiten Reifen. Das macht das Trendbike zum geländegängigen Rennrad. In der Masse ohne E-Antrieb ausgestattet, gibt es inzwischen dennoch auch erste E-Varianten. Etwa das „E-Getaway“ des Hamburger Herstellers Stevens. Es hat einen 252-Wattstunden-Akku, der einen fast unsichtbaren Mittelmotor von Fazua antreibt. Der Vorteil: Motor und Akku lassen sich entfernen und das Rad so auch ohne Unterstützung fahren. Das „Speedster SP2E“ (ab 6.300 Euro) ist hingegen mit Mittelmotor, 500-Wattstunden-Akku und E-Schaltung ausgestattet. Räder und Bremsen sind von Mountainbikes inspiriert.

Neu sind auch spezielle Gravel-Lenker, die an den Enden ausgestellt sind. So ist der Bügel besser greifbar, die schräg gestellten Bremsschalthebel kommen der Handhaltung entgegen. Modelle des Komponentenspezialisten Zipp gibt es ab 110 Euro.