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Albertstraße-Chaos zieht weite Kreise

SZ-Redakteurin Kay Haufe über fehlendes Geld für neue Radwege.

SZ-Redakteurin Kay Haufe
SZ-Redakteurin Kay Haufe © dpa, Robert Michael

Man kann zur Entscheidung an der Albertstraße stehen wie man will, je nach persönlicher Vorliebe für Auto- oder Radverkehr. Die Radwege werden nicht gebaut, alles bleibt, wie es ist. Dass der Beschluss jetzt aber künftige Projekte für Radfahrer gefährden könnte, ist nicht hinnehmbar. Denn es sind eben nicht 550 000 Euro aus dem städtischen Etat gewesen, die in die Albertstraße geflossen wären, sondern nur 60 000 Euro. Allen Stadträten muss bewusst gewesen sein, dass der Rest Fördermittel waren, über die die Stadt nicht verfügt. Dennoch haben sie mehrheitlich entschieden, dass die Summe von 550 000 Euro in die Liquiditätsreserve des Haushaltes gehen.

Das kann man nur als Gängelung des Radverkehrs verstehen. Hinterrücks noch mal festlegen, welche Art der Fortbewegung in der Stadt gewünscht wird.

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Dabei hat sich die Situation längst verändert. Es gibt ihn doch kaum noch, den ewigen Autofahrer, der jeden Meter zu Fuß scheut. Genauso wenig wie den harten Radfahrer, der sich niemals hinter das Lenkrad setzen würde. Die meisten nutzen doch alle Möglichkeiten, fahren lange Strecken mit dem Auto, oder dann, wenn schwere Einkäufe zu erledigen sind. Bei schönem Wetter werden die Räder für den Weg zur Arbeit rausgeholt. Am Wochenende helfen Monatskarte oder Jobticket, keinen Parkplatz mehr suchen zu müssen, der Partner fährt kostenlos mit. Dafür bauen die Verkehrsbetriebe Mobilitätspunkte, weil dort alle Arten der Fortbewegung aufeinandertreffen.

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