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Die Antreiberin

Für Mareen Apitz gibt’s nichts Schöneres als Volleyball – am liebsten zu Hause. So wie jetzt dreimal hintereinander.

© c by Matthias Rietschel

Von Maik Schwert

Sie führt Regie, macht das Spiel, verteilt die Pässe. Mareen Apitz lebt für den Volleyball, und sie liebt diesen Sport. „Für mich gibt’s nichts Schöneres – und am liebsten zu Hause“, betont die Zuspielerin vom DSC. Da kommen ihr die drei Heimduelle in Serie entgegen. Alle zwei, drei oder vier Tage eine Partie – das macht der Dresdnerin nichts aus. „Ich spiele viel lieber, als zu trainieren, aber klar: Es ist schön, dass die Reisestrapazen jetzt erst mal wegfallen“, erklärt sie. Nur ungern erinnert sich die 26-Jährige an die drei 0:3-Niederlagen in Folge zu Hause gegen Rabita Baku sowie beim VC Wiesbaden und erst am vergangenen Donnerstag in Baku.

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Da kam das Heimduell am Sonnabend gegen den Köpenicker SC zur rechten Zeit – ein dankbarer Gegner, dem die Fehler in den entscheidenden Augenblicken unterliefen: erst beim Aufschlag, dann in der Annahme und schließlich im Angriff. So hieß es nach 83 Minuten 3:0 (25:20, 33:31, 26:24) zwischen Tabellenzweitem und -zehntem. Apitz steuerte vor 1.724 Zuschauern eine Aufschlagserie bei und setzte ihre Mitspielerinnen gekonnt in Szene und variabel ein: die Angreiferinnen Lisa Izqierdo und Rebecca Perry aus dem Hinterfeld und über Außen, die Blockerinnen Stefanie Karg und Juliane Langgemach durch die Mitte.

„Das war alles andere als einfach“, gesteht Apitz. „Es gibt in der Bundesliga keine leichten Gegner mehr. Die beiden sehr engen Sätze beweisen das. Am Ende entschieden wir sie dank Heimvorteil und Kampfgeist zu unseren Gunsten. Außerdem funktionieren wir als Mannschaft immer besser.“ Reisestress wie den Rückflug aus Aserbaidschan steckt sie inzwischen auch lockerer weg als früher. „Da habe ich ja mittlerweile ein bisschen Routine drin.“

Apitz tourt seit Jahren mit dem DSC durch Europa. „Ich sage den Mädels immer, dass sie sich auf diese Partien freuen sollen, auch wenn es bei uns mal nicht so gut funktioniert.“ Sie genießt diese Festwochen mit Bundesliga, Champions League und DVV-Pokal. „Das sind ja auch sportlich sehr lukrative Spiele“, meint Apitz mit Blick auf das Duell in der Königsklasse am Mittwoch gegen Omichka Omsk und das Halbfinale am Sonnabend gegen die Roten Raben Vilsbiburg. Ihre Ziele formuliert sie klar: „Ich will auch Anfang 2014 noch international spielen und endlich mal wieder nach Halle in Westfalen zum Pokalfinale.“

Da war Apitz zuletzt 2010 und gewann das auch. Je mehr Termine, desto besser, denn dann kehrt der Alltag umso später zurück. „Meistens trainieren wir ab Januar oder Februar in der Woche durch und spielen nur noch am Sonnabend oder Sonntag.“ Das will Apitz so lange wie möglich hinauszögern. Wie wichtig sie für den DSC ist, fällt immer dann auf, wenn Apitz fehlt – so wie in Wiesbaden. Beim Spitzenreiter kam die Grippekranke nur für zwei Aufschläge im dritten Satz zum Einsatz. Der DSC verlor mit 0:3. „Da ging aber bei mir auch echt nichts mehr“, sagt sie. „Ich fühlte mich eine Woche schlapp. Das kann zu dieser Jahreszeit schon mal passieren, aber jetzt bin ich wieder fit.“ Die Gegner dürfen das durchaus als Kampfansage begreifen.