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Die Armee als Diener der Politik

über die Rolle derBundeswehrim Landkreis

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Von [email protected]

Ich gestehe: Ich habe nie eine Uniform getragen, nie eine Waffe in der Hand gehabt, und beides flößte mir früher eher Furcht ein als Respekt. Umso interessanter und beruhigender kann von Zeit zu Zeit die Begegnung mit der Bundeswehr sein. Dezent präsent ist sie im Landkreis – und versteht sich weniger als Streitkraft denn als Hilfskraft. Dabei vollzieht sie einen ziemlich schwierigen Balance-Akt: Da zu sein, sich aber nicht in den Vordergrund zu spielen.

Mit dem Verbindungskommando begibt sich die Bundeswehr in die Rolle eines Dienstleisters. Damit ist ganz klar, dass sie sich in der demokratischen Gesellschaft ein- und unterordnet. Den Hut haben gewählte Politiker auf, und die sagen, wann und wie sie die Bundeswehr brauchen.

Könnten die Streitkräfte dann nicht noch volksnäher sein? Nachfragen nach einer Gulaschkanone zum Volksfest gibt es wohl schon mal. Aber es ist schon richtig, wenn sich die Soldaten nicht als lustige Truppe präsentieren. So verschafft sie sich Respekt – löst aber keine Furcht aus.S.15