merken
PLUS

Freital

Die Aufgaben des neuen Stadtrates

Den Wilsdruffern steht eine spannende Wahl bevor. Um die Ratsplätze bewerben sich knapp 90 Kandidaten.

Die Busverbindungen zwischen Wilsdruff und der Landeshauptstadt müssen noch besser werden. Es gibt Idee, beide Städte mit einer Straßenbahn zu verbinden.
Die Busverbindungen zwischen Wilsdruff und der Landeshauptstadt müssen noch besser werden. Es gibt Idee, beide Städte mit einer Straßenbahn zu verbinden. © Andreas Weihs

Wilsdruff hat schöne Probleme. 

Die Stadt vor den Toren Dresdens ist attraktiv, sie wächst. Zwischen 2005 und 2018 ist die Zahl der Einwohner um 4,7 Prozent auf aktuell 14 411 gewachsen. Nach allen Prognosen wird die Region rund um Dresden auch in den nächsten Jahren eine Wachstumsregion bleiben. Die Kommunen im Speckgürtel, in dem auch Wilsdruff liegt, werden deshalb weiter davon profitieren. Und genau hier liegen viele der künftigen Aufgaben des neuen Stadtrates, der wie in anderen Kommunen in knapp drei Wochen am 26. Mai gewählt wird.

Zuverlässigkeit und Erfahrung

Kettensäge kaputt oder Profi-Gerät für´s Wochenende gesucht? Bei HOLDER kein Problem: Onlineshop, Werkstatt und Leihservice sorgen für funktionierendes und passendes Gerät.

Um die 22 Plätze im Wilsdruffer Stadtparlament bewerben sich 86 Kandidaten aus fünf Parteien und von den Freien Wählern. Die CDU schickt 30, die Freien Wähler 27, die AfD 13, die SPD neun, die Linke vier und die Grünen drei Bewerber ins Rennen. Unter den Kandidaten sind 19 Frauen und Männer, die bereits im Stadtrat arbeiten. Rainer Rechenberger (CDU), Joachim Schneider (SPD) und Werner Stephan (Linke) treten hingegen nicht mehr an. Petra Schott wechselt von der Liste der CDU zu den Freien Wählern.

Die SZ fasst die Themen zusammen, mit denen sich der neue Rat befassen wird.

Aufgabe 1: Weitere Wohnbauflächen schaffen

Zwischen der Nossener Straße und der Straße „Am Wasserhäuschen“ entsteht derzeit ein neues Wohngebiet. Alle Grundstücke sind schon vergeben. Jetzt gibt es nur noch kleinere Flächen im Stadtgebiet, die bebaut werden können. Da es auch in Zukunft Familien nach Wilsdruff ziehen wird, gibt es weiteren Bedarf an Bauflächen. Der neue Stadtrat wird entscheiden müssen, in welchen Ortsteilen wie viele neue Häuser noch dazukommen sollen und wo neue größere Wohngebiete entstehen sollen.

An der Nossener Straße entsteht ein Wohngebiet. Sicher nicht das Letzte.
An der Nossener Straße entsteht ein Wohngebiet. Sicher nicht das Letzte. © Andreas Weihs

Aufgabe 2: Oberschule braucht mehr Platz

Noch reichen die Räume in der Oberschule, um alle Schüler zu unterrichten. Doch der Platz wird knapp. Mittelfristig, so deutete es Bürgermeister Ralf Rother (CDU) bereits an, werde die Stadt die Schule erweitern müssen. Hier wird der Stadtrat bei allen Entscheidungen gefragt sein.

Noch reichen die Plätze an der Oberschule in Wilsdruff.
Noch reichen die Plätze an der Oberschule in Wilsdruff. © Andreas Weihs

Aufgabe 3: Busverbindungen müssen noch besser werden

Das Dresdner Stadtzentrum ist über die B 173 gut mit dem Auto zu erreichen. Doch in Wilsdruff mehren sich die Stimmen, die den öffentlichen Nahverkehr so attraktiv machen wollen, dass man aufs Auto verzichten kann. Derzeit wird untersucht, ob sich eine Schnellbuslinie im Taktverkehr zwischen Wilsdruff/Kesselsdorf und Dresden rechnen würde. Bürgermeister Rother hofft sogar auf den Weiterbau der Straßenbahntrasse von Dresden-Pennrich. Der neue Stadtrat wird sich mit dem Nahverkehr befassen und der Verwaltung bei den Verhandlungen mit dem Verkehrsverbund Oberelbe (VVO) den Rücken stärken.

Aufgabe 4: Weitere Unterstützung für die Feuerwehr

Wilsdruff hat in den letzten Jahren viel getan, um die Feuerwehr technisch aufzurüsten. Das ist notwendig, weil die Stadt unmittelbar an zwei Autobahnen grenzt. Vor allem die A 4 ist zu einem Schwerpunkt der Feuerwehrarbeit geworden, weil es dort immer wieder zu Unfällen kommt. Obwohl der Freistaat die Fahrbahn erneuert hat, wird die Autobahn ein Unfallschwerpunkt bleiben, weil vor allem der Schwerlastverkehr zunehmen wird. Das fordert die Feuerwehr heraus. Der Stadtrat wird sie auch in den nächsten Jahren so unterstützen müssen, dass sich genügend Leute finden, die dort mitmachen wollen.

Die Bewerber um die Plätze im Wilsdruffer Stadtrat

CDU: Peter Mickan, Monika Blumenschein, Udo Mario Gnannt, Ines Siegemund, Andreas Hirth, Jens Henker, Ulrike Linder, Marco Kirbach, Ullrich Prax, Sven Werner, Ludwig Hahn, Daniel Tamme, Steffen Junghanns, Jens Tlusty, Steffen Fache, Tobias Welde, Jan Förster, Heike Arnhold, Thomas Lukas, Hermann Clausnitzer, Werner Hubrich, Marco Müller, Marco Broscheit, Michael Scheppan, Stefan Normann, Daniel Kriegelstein, Michael Reinhardt, Katja Blumenschein, Cornelia Rump, Daniel Menzel

Freie Wähler: Matthias Schlönvogt, Petra Schott, Katja Lehmann, Jens Straube, Mike Schwarze, Lutz Meerstein, Daniel Haupt, Matthias Paix, Inge Richter, Thomas Hartert, Ilona Beger, Udo Riedel, Anett Dietel, Ralf Pietzsch, Michaela Wenisch, Inga Lindner-Drews, Stefan Lindner, Stefan Hanns, Carola Tiebel, Patrick Baumgart, Lars Dittrich, Susann Birstein, Detlev Degering, Jörg Birnstein, Rutger Kretschmer, Jürgen Oehler, Heidrun Torres Román;

Die Linke: Steffen Pesth, Uta-Verena Meiwald, Bernhard Bittner, Christoph Schöne;

SPD: Mario Lettau, Stefanie Willuhn, Steffen Tanneberger, Catharina Kost, Lutz Ploetner, Manfred Puhlmann, Daniel Plesch, Reiner Lehmann, Ralf Hron;

AfD: Tobias Fuchs, Tabitha Bleienstein, Mihai Starke, Steffen Christof, Romy Seidel, Peter Ellger, Robert Fuchs, Heiko Seidel, Dominique André Meyer, Matthias Bleienstein, Stefan Beyer, Anita Richter, Uwe Richter;

Bündnis 90/Grüne: Ronny Haupt, Tina Wünschmann, Markus Arnold

1 / 6

Für Informationen zwischendurch aufs Handy können Sie sich unter www.szlink.de/whatsapp-regio anmelden.

Und unseren ebenfalls kostenlosen täglichen Newsletter abonnieren Sie unter www.sz-link.de/freitalkompakt.