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Die Autobahnspange bleibt unvollendet

Die Umgehungsstraße bei Bernsdorf wird sicher nicht bis zur A13 verlängert werden.

Sachsens Verkehrsminister Sven Morlok hat sich auf der Baustelle der Ortsumgehung Straßgräbchen-Bernsdorf (S 94) vom Fortschritt der Arbeiten ein Bild gemacht. Immerhin investiert der Freistaat hier in den Straßenneubau samt Brücken und Schallschutzwänden rund 13,3 Mio Euro. Parallel dazu ist auch der Ausbau der B 97 zwischen Bernsdorf und Großgrabe in der Schlussphase. „Von beidem versprechen wir uns eine deutliche Entlastung der Bürger in Bernsdorf, aber auch eine deutliche Verbesserung der Verkehrsanbindung von Hoyerswerda“, so der Minister.

Beim Ministerbesuch ebenfalls mit vor Ort war auch Ronald Juhnke, Vize-Geschäftsführer des Klimakompressorenwerkes TDDK. „Was lange währt, wird gut“, meinte dieser und erinnerte daran, dass er selbst schon seit mehr als 15 Jahren das Straßenbaugeschehen verfolge. Der dem Unternehmen seinerzeit bei der Ansiedlung versprochene Anschluss an die Autobahn A 4 ist längst realisiert worden. Seinerzeit hatte der damalige sächsische Wirtschaftsminister Kajo Schommer aber auch von einer Anbindung an die Autobahn A 13 in Richtung Berlin gesprochen. Die Ortsumgehung von Straßgräbchen sollte sozusagen ein Teil der Straßenverbindung zwischen beiden Autobahnen sein. „Das ist nach wie vor ein Thema, von dem wir uns noch nicht endgültig verabschieden wollen“, so Ronald Juhnke.

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„Straßenneubau in Größenordnungen wird es auf Bundesebene nicht geben“, verwies Minister Morlok auf die Strategie des Bundes, der die Verbesserung der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur favorisiert. Für die Staatsstraßen aber ist der Freistaat zuständig. Vorstellbar sei, die S 92 durch Bernsdorf und Wiednitz so auszubauen, dass eine bessere Anbindung an die A 13 bei Ruhland entsteht. Eine Fortführung der S 94 in Richtung Lauta, wo ursprünglich einmal die Anbindung an den Autobahnzubringer zwischen Hoyerswerda und Ruhland angedacht war, ist ebenso wie der Zubringerbau selbst gestorben. Auch eine andere Neubautrasse wird es nicht geben. Damit wird die S 94 nach Fertigstellung der Ortsumgehung im Juni 2015 an der B 97 in Bernsdorf enden. Wenigstens wird der zunehmende Schwerlasttransport dann an Straßgräbchen vorbeiführen und eine deutliche Entlastung für den Ort bringen. Ähnliches ist auch für Teile von Bernsdorf zu erwarten, insbesondere was den Verkehr aus und in Richtung Hoyerswerda angeht. Die Anwohner der S 92 im sogenannten Bauerndorf, die unter dem Verkehr aus und in Richtung Lieske stöhnen, können wohl schon Ende dieses Jahres aufatmen. Sobald die Verbindung zwischen der S 92 und der neuen Umgehungsstraße hergestellt ist, fällt der Durchgangsverkehr mehr über die Wittichenauer Straße weg.

Beim Vor-Ort-Termin des Ministers war auch über die Freigabe der B 97 in Bernsdorf gesprochen worden. Ronald Juhnke bedauerte, dass es nicht, wie erhofft, schon Ende Juni damit klappt. Vielmehr sprachen die Vertreter des Landesamtes für Straßenbau nun von Ende Juli. Immerhin. (SZ)