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Die Automaten-Bauer

Eine Dresdner Spezialfirma expandiert und findet im Freitaler Gründerzentrum einen idealen Standort.

Von Philipp Nowotny

Das Büro liegt im zweiten Stock des Technologie- und Gründerzentrums Freital (TGF). Aus den riesigen Fenstern kann man weit über die Stadt schauen. Auf der einen Seite türmt sich der Windberg auf, auf der anderen Seite schweift der Blick über die Dresdner Straße. Drinnen stapeln sich Kisten, in der Halle stehen riesige Automaten, vollgestopft mit High-Tech. Quer durch den Raum schlängelt sich eine Förderkette, die im Probebetrieb läuft. Hier hat das Unternehmen EKF Automation seinen neuen Sitz.

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EKF Automation hat sich auf die Entwicklung und Produktion von automatischen Anlagen spezialisiert. Das 1991 gegründete Familienunternehmen hat seinen Hauptstandort in Dresden-Plauen. Ein großer Auftrag machte es aber nun nötig, die Produktionsflächen zu erweitern. Im November 2013 bezog EKF deshalb eine Produktionshalle im neuen Freitaler Gründerzentrum. Mit den dort zur Verfügung stehenden 450 Quadratmetern hat sich die Firma von der Fläche her mehr als verdoppelt. „Bei uns ist jedes Stück ein Unikat“, sagt Prokuristin Ellen Jahn. Zum Portfolio von EKF gehören einzelne Montageanlagen, aber auch komplett automatisierte Fertigungslinien, die ganze Hallen ausfüllen können. Solche „vollverketteten“ Maschinen können zum Beispiel selbstständig das angelieferte Material auf die Bandstrecke legen, schwierige Montagearbeiten verrichten, anschließend die Stücke schleifen, reinigen, lasern und prüfen sowie zum Schluss auf einen Packtisch legen und verpacken. Der Mensch muss die Anlage praktisch nur noch überwachen.

Rund sieben Millionen Euro Nettoumsatz verbucht EKF jährlich. Die Kunden werden deutschlandweit bedient. Große Namen wie beispielsweise Bosch, Daimler oder BMW zählen zu ihren Referenzen. Die meisten davon ordern ganze Automaten, von denen das Dresdner Unternehmen jährlich mittlerweile 30 bis 40 Stück produziert. Manche Kunden lassen sich aber auch lediglich die Software liefern. Fast 50 Mitarbeitern sorgen bei EKF dafür, dass die Kundenwünsche in Erfüllung gehen. Mehr als die Hälfte der Angestellten sind Ingenieure, sagt Ellen Jahn. EKF bildet die Mitarbeiter zum Teil selbst aus, etwa in den Bereichen Mechatronik und technisches Produktdesign. Mit den Dresdner Hochschulen besteht seit Jahren eine enge Kooperation: Zahlreiche Maschinenbaustudenten haben bei EKF schon ihre Grundpraktika und Fachpraktika in den Richtungen Automatisierung, Konstruktion und Elektrokonstruktion geleistet.

Der Einzug ins TGF und die größeren Produktionsflächen bedeuten aber nicht, dass künftig noch mehr Mitarbeiter eingestellt werden, sagt die Geschäftsführung. „Ein Wachstum beim Personal ist nicht unser erklärtes Ziel“, sagt Gesellschafter und Geschäftsführer Hannes Jahn. Der 61-jährige Firmengründer ist mit der Prokuristin Ellen Jahn verheiratet, ihre gemeinsame Tochter leitet den Geschäftsbereich Entwicklung und Projektplanung. „Wir haben schon jetzt eine schlagkräftige Truppe mit guten Referenzen.“

Bei der Wahl des neuen Standorts in Freital habe die Nähe zum alten Sitz in Plauen eine große Rolle gespielt, meint Ellen Jahn. Und die Konditionen hätten im TGF einfach gestimmt: Eine Grundversorgung mit Strom, Heizung und Müllentsorgung war bereits vorhanden, spezielle Elektroinstallationen hat EKF nun weitgehend selbst realisiert. „Ein großer Vorteil ist natürlich auch, dass wir uns hier Besprechungsräume mieten können, die komplett mit Beamer und Internet ausgestattet sind“, sagt die 59-jährige Prokuristin. Für die Mitarbeiter sei die hauseigene Kantine im Erdgeschoss ideal.

Und einen weiteren Vorteil hat der Einzug ins TGF: Das Unternehmen hat hier die Perspektive, langfristig och mehr Räume anmieten zu können.