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Die Balancierstrecke ist fertig

Eltern, Lehrer und Mitglieder des Fördervereins haben beim Arbeitseinsatz kräftig zugepackt. Auf dem Pausenhof gibt es zwei neue Angebote.

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Von Sylvia Jentzsch

Auf dem Pausenhof der Schule tut sich was. Seit etwa vier Jahren setzen sich die Mitglieder des Fördervereins der Oberschule und Eltern der Grundschule für Veränderungen ein. Und die gibt es Stück für Stück. „Die Zusammenarbeit der Lehrer und Eltern beider Schulen und der Mitglieder des Fördervereins ist sehr gut. Wir merken, dass wir gemeinsam etwas bewirken können“, so die Chefin des Fördervereins Silke Weise. Das wurde auch beim Arbeitseinsatz am Wochenende deutlich.

Mitglieder des Fördervereins, Lehrer und Eltern der Grundschule bauten eine Balancierstrecke auf dem Spielplatz auf. Dazu wurde das Holz verwendet, das der Vater eines Grundschülers spendete. Eigentlich sollte das zum Bau der Sitz-Steh-Gelegenheiten verwendet werden (DA berichtete). Doch das ist auch sicherheitstechnischen Gründen nicht möglich.

Die Schüler müssen trotzdem nicht auf diese für sie bequemen Sitzmöglichkeiten verzichten. Spenden der Kreissparkasse Döbeln und der Steinaer Jagdgemeinschaft machen es möglich, dass drei solcher Sitzgelegenheiten gekauft werden können. Bestellt sind sie schon.

Schwere Technik war am Wochenende im Einsatz, um zwei große Rohre der Firma Amiantit Germany aus Mochau zu verlegen. Bevor die Arbeiten beginnen konnten, musste ein Baumstamm von Fachleuten ausgefräst werden. Dann konnte der Mitarbeiter des Bauhofes mit der Technik loslegen und eine Kuhle schaffen, in der die Rohre liegen. Von außen wurde Erde angeschüttet. Die Kriechrohre sollen einen farbigen Anstrich durch die Kinder erhalten. Gestern hat der Sicherheitsbeauftragte die beiden neuen Angebote auf dem Spielplatz abgenommen. Nun können sie von den Kindern genutzt werden.

Beim Arbeitseinsatz wurde nicht nur aufgebaut, sondern auch weggerissen. So verschwand die Schaukel, die aus Sicherheitsgründen schon länger gesperrt war. Andere Spielgeräte, die noch genutzt werden, erhielten einen Farbanstrich.

In einigen Wochen soll auf dem Spielplatz eine große Kletterspinne aufgebaut werden. Der Harthaer Stadtrat hat die Anschaffung einer 6,50 Meter hohen Kletterpyramide beschlossen. Die Kosten belaufen sich auf 10 000 Euro. Weitere 2 000 Euro plant die Verwaltung für die vorbereitenden Arbeiten, das Schaffen einer Fallfläche und das Aufstellen ein. Die Kinder können klettern, balancieren, hangeln und vieles mehr. Aufgrund der Größe ist es möglich, dass viele Kinder zur gleichen Zeit das Spielgerät nutzen können (DA berichtete).

Damit es auch Spaß macht, die älteren Spielgeräte zu nutzen, wurde beim Arbeitseinsatz neuer Sand im Bereich der Fall- und Schutzstrecken aufgeschüttet. Auch der Teil des Schulhofes, der im Bereich der Oberschule liegt, hat sich am Sonnabend einiges getan. Der Unterstand und die Bänke im grünen Klassenzimmer wurden gestrichen.

Eine Oase zur Erholung entsteht

„Gemeinsam wollen wir daran arbeiten, dass aus dem bisher tristen Schulhof eine Oase für die Erholung und Entspannung der Kinder wird“, so Silke Weise. Sie freut sich über die sehr gute Resonanz auf den Aufruf zum Arbeitseinsatz. „Damit wir nicht zu viele Leute werden, haben wir einigen abgesagt. Solch ein Einsatz muss auch koordiniert werden können. Ein weiterer ist geplant“, so die Chefin des Fördervereins. Der hatte auch die Versorgung der fleißigen Helfer organisiert. Zwei Lehrerinnen der Grundschule übernahmen das. „Wir bedanken uns auch für die Unterstützung durch die Stadt und den Bauhof“, sagte Silke Weise.

Im vergangenen Jahr wurden die ersten Dinge, die im Schulhofkonzept festgelegt wurden, umgesetzt. Die Blumenkübel und die Pergola vom grünen Klassenzimmer erhielten Pflanzen. Das haben die Grundschüler mit Unterstützung der Eltern und Lehrer übernommen. Seit Mai 2014 steht den Schülern die Balancierleine (Slackline) zur Verfügung und das Volleyballnetz bleibt hängen, sodass jederzeit ein Spiel organisiert werden kann. Während der Projektwoche erhielten die zwei Basketballplatten einen neuen Farbanstrich.

Für die größeren Vorhaben wie die Erneuerung der Entwässerung für den Hof, den Bau des Bolzplatzes oder die Sanierung des Anbaus muss die Stadt Fördergeld beantragen.