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Die besten Eiermaler kommen aus Tschechien

Im Pflegestift wetteiferten rund 100 Senioren beim Eierverzieren. Das schönste Ei bekamen aber nur wenige zu sehen.

Von Carina Brestrich

Malen, Kratzen, Kleben, Tupfen – und sogar Fräsen: Um das schönste Osterei zu kreieren, reichen nicht mehr nur Pinsel und Wasserfarbe. Nein, da müssen die Techniken schon etwas ausgefallener und aufwendiger sein. Auch im Pflegestift Oberland. Dort haben sich jetzt beim Internationalen Ostereiergestaltungswettbewerb rund 100 Menschen mit Behinderung aus Ebersbach, Tschechien und Polen ins Zeug gelegt.

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Zum Gestalten der Eier hatten die insgesamt elf Mannschaften dreieinhalb Stunden Zeit. „Am Ende sollte jedes Team seine fünf schönsten Werke abgeben“, erklärt Christian Kretschmer, Therapeut beim Pflegestift Oberland. Eine Jury übernahm anschließend die Auswahl der Eier, die am besten gelungen waren. Das Rennen machten schließlich die Verzier-Experten aus einem Pflegeheim im tschechischen Filipov. Die Mannschaft lieferte die fünf schönsten Eier. Das hübscheste von allen wiederum stammt von einem Teilnehmer aus Lipova in Tschechien.

Dieses aber lässt sich nur noch auf Bildern bestaunen. Denn ganz offenbar hatte es ein Eierdieb auf das prämierte Stück abgesehen: „Wir haben die Eier nach der Siegerehrung ausgestellt. Dabei ist es leider irgendwie abhandengekommen“, berichtet Christian Kretschmer.

Zumindest mit den anderen Eiern will Kretschmer nächste Woche einen Baum im Pflegestift schmücken. Dabei will er auch die gestalteten Eier von den vergangenen sieben Wettbewerben aufhängen. Allerdings ist Kretschmer noch auf der Suche nach dem richtigen Bäumchen: „Immerhin sind in den Jahren mehr als 200 Stück zusammen gekommen.“

Die Eierkünstler, die diesmal beim Wetteifern im Pflegestift leer ausgegangenen sind, haben mit ihren Eiern noch eine zweite Chance: Denn aus jedem Team wandert jeweils ein Ei zur Osterausstellung ins tschechische Krasna Lipa, wo ebenfalls das schönste Ei ausgezeichnet wird. Aber Sieger ist ohnehin jeder, sagt Kretschmer. So hat nicht nur jede Mannschaft für ihre Teilnahme einen Pokal bekommen. Etwas anderes sei viel wertvoller bei dem Wettbewerb: „Es geht um das Zusammensein, auch länderübergreifend. Die gemeinsamen Stunden sind doch eigentlich der schönere Gewinn.“