merken
PLUS

„Die Besucher haben sogar auf dem Markt getanzt“

Trotz Fußball-WM feierten die Bischofswerdaer ihr Stadtfest. Und das mit einer super Stimmung.

© Regina Berger

Selbst ein Wolkenbruch am Sonnabendabend verdarb den Besuchern nicht die Laune. Was die Veranstalter der Aktionsgemeinschaft Schiebocker Tage 2.0 auf die Beine stellten, bekam viel Lob.

Herr Reitner, so eine klasse Stimmung wie beim 21. Stadtfest hat Bischofswerda selten erlebt. Wie fällt Ihr Resümee aus?

Anzeige
13 Jahre Sportkompetenz im ELBEPARK
13 Jahre Sportkompetenz im ELBEPARK

INTERSPORT Hübner ist mit seiner größten Filiale Sachsens auch im ELBEPARK Dresden für alle Sportler da.

Rundweg positiv. Am Sonnabend war der Markt supervoll. Ich war beeindruckt, dass die Leute sogar vor der Bühne tanzten.

Mit der Zusammenstellung hatten die Organisatoren ein absolut glückliches Händchen. Wer kam denn auf die Idee mit der feurigen brasilianischen Show?

Die Show wird von einer Agentur vermittelt. Das Angebot hatte ich vom vorigen Jahr in der Schublade. Und weil die Show zur Fußball-WM passt, waren wir uns in der AG schnell einig. Zum Glück war die Gruppe noch frei.

Auch das Roland-Kaiser-Double und Achim Petry, der sogar eine Stunde lang Autogramme gab, heizten ordentlich ein. War es schwer, diese Künstler zu holen?

Erst im Januar stand fest, dass wir wieder das Stadtfest organisieren. Wir wollten trotzdem etwas Außergewöhnliches bieten, woran sich die Besucher gern erinnern. Dann ist es Glückssache, ob ein Künstler zu dem Termin noch frei ist. Als das klar war, gingen die Verhandlungen schnell.

Bei so einem gelungenen Fest über drei Tage ohne Eintritt fragt sich mancher, wer das denn eigentlich finanziert?

Einen Teil der Kosten trägt die Stadt, ein Teil wird über Standgebühren und Sponsoring eingespielt. Die AG 2.0 hat selbst einen Bierwagen betrieben, auch dessen Erlös und der aus dem Losverkauf gehen in die Finanzierung ein. Ziel ist, den Haushalt der Stadt zu entlasten. Ich denke, wir haben deren Anteil nicht ausschöpfen müssen. Wenn wir Gewinn erwirtschaften, hilft uns das außerdem im nächsten Jahr.

War die Fußball-WM eine große Konkurrenz zum Stadtfest?

Nur am Freitag. Ansonsten haben ja viele eine Fußball-App auf dem Smartphone. Wenn Deutschland gespielt hätte, hätten wir natürlich darauf reagieren müssen.

Das Schiebock-Rennen fand mit neuem Modus statt. Gut für den Wettbewerb?

Ich denke ja, denn alle hatten 100-prozentig die gleichen Voraussetzungen. Das kam der sportlichen Fairness sehr zugute. Die von Aicher gebauten Halterungen und die Tanks von Roth waren eine sichere Methode, dass kein Sand mehr unterwegs verloren gehen konnte. Es sei denn beim Achsbruch, wie es einem Team passierte.

Das Stadtfest hat ja wiederum die AG 2.0 organisiert. Gingen deren Ideen auf?

Ja. Die Mischung macht’s. Bei der Vielfalt des Programms konnte sich jeder Besucher, egal in welchem Alter, irgendwo wieder finden. Insofern gingen die Ideen auf.

Gab es Probleme hinter den Kulissen?

Da fällt mir nichts ein. Einschließlich des Zeitplans hat alles gut funktioniert.

Die Konstellation, dass engagierte Bürger der Stadt die Schiebocker Tage organisieren, hat sich demnach erneut bewährt. Bleibt es dabei?

Aus meiner Sicht spricht nichts dagegen. Es gibt immer irgendetwas, was man verbessern kann. Wir werden das Fest natürlich auswerten. Ein Fragezeichen steht hinter dem Termin, der war ja schon mal diskutiert worden. Ob es da eine Änderung gibt, steht spätestens im September fest.

Gespräch: Constanze Knappe