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Zittauer Bibo hat Harry-Potter-Escape-Room

Das Team bietet Zehn- bis 14-Jährigen mit Spaß an Logikrätseln und einem Faible für den magischen Buchhelden Harry Potter eine neue Veranstaltungsreihe an.

Bibliothekarin Maxi Erler zeigt als Irma Pince symbolisch die Schlüssel für die Flucht aus dem Escape-Room.
Bibliothekarin Maxi Erler zeigt als Irma Pince symbolisch die Schlüssel für die Flucht aus dem Escape-Room. © Rafael Sampedro/foto-sampedro.de

Snape ist sauer. Neville hat mal wieder gepatzt und nun droht sein Zaubertrank zu explodieren. Wenn er und seine Klassenkameraden das nicht innerhalb einer Stunde gerade biegen, wird ihnen der Professor für Zaubertränke etliche Strafpunkte abziehen und sie das Klassenzimmer putzen lassen. Mit dieser Drohung schließt Snape die Zauberschüler ein und geht.

Zum Glück fällt Hermine ein, wo die benötigten Zutaten zu finden sind. Doch die rettende Kiste ist mit vier Zahlenschlössern verschlossen und die Kombinationen sind nur durch das Lösen von verschiedenen Rätseln zu knacken. Wieder haben die Kinder Glück, dass Hogwarts Schulbibliothekarin Irma Pince sie in die rätselhafte Bibliothek des Schlosses lässt. Dort finden sie Hinweise zum Lösen der Rätsel.

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Mit dieser Geschichte beginnt die neueste Veranstaltung der Christian-Weise-Bibliothek, Sie heißt "Harry Potter Escape-Room". Escape bedeutet so viel wie Flucht, Entkommen, Rettung und das beschreibt anschaulich, worum es bei dem ursprünglich für den Computer entwickeltem Spiel geht. Ziel ist, einen verschlossenen Raum in einer bestimmten Zeit mithilfe verschiedener Gegenstände und versteckter Lösungshinweise zu verlassen.

Die Idee für den Escape-Room der Zittauer Bibliothek ist schon etwa zwei Jahre alt, sagt Maxi Erler. Sie ist seit einem Jahr dabei und hat das Projekt von einer sich gerade in Elternzeit befindlichen Mitarbeiterin übernommen. Das Team suchte damals neue Wege, um zu zeigen, dass eine Bibliothek überhaupt nicht altbacken und angestaubt sein muss.

Vor allem für die Gruppe der Zehn- bis 14-Jährigen gab es bislang nicht allzu viele Angebote und das soll sich nun ändern. Eigentlich sollte es schon im April losgehen, doch die Corona-Einschränkungen kamen dazwischen. Die Wahl fiel auf Harry Potter, weil der auch nach 20 Jahren immer noch gefragt sei, sagt Maxi Erler, die dafür in die Rolle der Irma Pince schlüpft. Das gesamte Team der Bibliothek inklusive Azubis und Hausmeister habe den Escape-Room über ein Jahr lang vorbereitet. Sie haben schwebende Kerzen, Kessel, Schlipse und vieles mehr gebastelt, seltsam aussehende Flaschen gesammelt und sich vor allem passende Rätsel ausgedacht, geprüft und verbessert.

Vorerst nur noch Restplätze

Am Donnerstag war es dann soweit und die ersten Hogwarts-Schüler zwischen zehn und 14 Jahren konnten eingelassen werden. Sie brauchen außer einer Atemschutzmaske nichts mitzubringen, sollten sich aber in der Harry-Potter-Welt auskennen und Spaß an Logikrätseln haben. Beim ersten Mal habe es ausnahmslos allen gefallen, sagt Maxi Erler. Wer es selbst einmal ausprobieren möchte, kann sich in der Bibliothek anmelden. Zunächst waren vier Veranstaltungen geplant und für zwei davon gibt es noch Restplätze. Sollte die Idee gut ankommen, sollen weitere Termine folgen. Man kann sich einzeln oder als Team anmelden. Es wird ein Unkostenbeitrag von 2,50 Euro pro Person erhoben.

Das Bibliotheksteam kann sich vorstellen, diese Idee auch für Erwachsene anzubieten, wenn dafür Interesse besteht. Es bittet in diesem Fall um eine kurze Information, um den Bedarf besser abschätzen zu können.

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