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Niesky

Die Coach-Mama

Die Nieskyerin Julia Ressel hilft anderen Müttern, sich in ihrem Leben zurechtzufinden. Nun hat sie selbst eine Herausforderung zu meistern.

Im Homeoffice ist Julia Ressel nicht erst seit Corona. Und doch stellt der Virus auch die Nieskyerin vor neue Herausforderungen.
Im Homeoffice ist Julia Ressel nicht erst seit Corona. Und doch stellt der Virus auch die Nieskyerin vor neue Herausforderungen. © Archiv/Jens Trenkler

Julia Ressel  ist Coach-Mama. Die Nieskyerin will anderen Menschen Lebenshilfe geben, indem sie sie unterstützt, im stressigen Alltag zur Ruhe zu kommen. Im Internet ist sie unter dem Namen Frau Farbenfroh zu finden. Wie das Coronavirus das Leben der 30-Jährigen verändert, erzählt sie jetzt: 

Das Leben in der Corona-Krise hat sich nicht nur für die Personen stark verändert, die ich coache, sondern auch meines. Als alleinerziehende Mutter muss ich meine Arbeit und die Betreuung meiner beiden Kinder unter einen Hut bringen. Für meine Tochter, vier Jahre, und meinen Sohn, sechs Jahre, ersetze ich den Kindergarten. Das bedeutet, dass ich nur ein Drittel von dem schaffe, was möglich ist, wenn die Kinder in ihrer Einrichtung sind.   

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Zudem lässt auch die Konzentration nach, denn mit einem Ohr ist man immer mehr oder weniger bewusst  bei den Kindern. Das heißt also, ich muss gut organisiert in den Tag gehen, der bei mir um sieben Uhr beginnt. Nachteilig wirkt sich in dieser Corona-Zeit die Kontaktsperre aus. So können die Großeltern nicht auf ihre Enkel aufpassen, auch wenn sie es gern täten. Aber ich will die Gesundheit weder meiner Eltern noch meiner Kinder in Gefahr bringen.

Darüber hinaus beschäftigt mich, ob mein Sohn überhaupt noch einmal den Kindergarten von innen sieht. Im September kommt er in die Schule. Wird er zuvor im Kindergarten verabschiedet? Findet eine Einschulungsfeier statt? Alles Fragen, die mir keiner beantworten kann. Ich fände es schade, wenn seine Kita-Zeit so abrupt enden würde.

Besonders bei den jungen Müttern, die ich betreue und berate, merke ich, dass ihnen die Zeit noch knapper geworden ist. Bei vielen sind ebenfalls die Kinder zu Hause und einige müssen mit Heimarbeit und Kinderbetreuung zugleich klarkommen. Nicht selten leiden sie unter Panikattacken, besonders wenn sie in Kurzarbeit oder entlassen sind. Alles Probleme, die durch die Folgen von Corona verschärft auftreten und über die man sprechen muss." 

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