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Die Corona-Regeln auf deutschen Flughäfen

Neue Testmöglichkeiten, weniger Handgepäck und Körperkontakt bei der Kontrolle – vieles ist jetzt anders.

An Flughäfen gelten klare Regeln.
An Flughäfen gelten klare Regeln. © dpa/Marius Becker (Symbolfoto)

Am Frankfurter Flughafen können Passagiere seit dieser Woche einen Corona-Test machen, um Quarantäne am Zielort zu vermeiden. Betreiber des Abstrichzentrums ist die Firma Centogene. Ein Expresstest, bei dem das Ergebnis nach zwei bis drei Stunden vorliegt, kostet 139 Euro. Genügt es, das Ergebnis nach sechs bis acht Stunden zu wissen, kostet der Test 59 Euro. Bezahlt werden kann nur mit Kreditkarte. Die Testmöglichkeit soll voraussichtlich bis Juli 2021 bestehen bleiben.

Abstand zu anderen Menschen zu halten ist in Corona-Zeiten natürlich auch am Flughafen wichtig. Ob man sich an die „zwei Armlängen“ der Bundespolizei oder die übliche 1,5-Meter-Regel hält, bleibt jedem selbst überlassen. In Bereichen wie dem Check-in, der Sicherheitskontrolle und der Gepäckausgabe erinnern Hinweisschilder und Markierungen daran, Abstand zu halten.

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Trendmarken in der Centrum Galerie
Trendmarken in der Centrum Galerie

Auch die Centrum Galerie ist mit vielen internationalen Marken und lokalen Händlern bei der langen Nacht des Shoppings dabei.

Zudem gibt es an den meisten Flughäfen eine Mund-Nasenschutz-Pflicht für den gesamten Abfertigungsbereich. Dazu zählen die Terminalanlagen, Geschäfte, Restaurants und Transportmittel wie Busse. Kinder unter sechs Jahren und Menschen, die aus gesundheitlichen Gründen keine Maske tragen können, sind davon ausgenommen.

Viele Billigfluggesellschaften haben die Zahl der kostenlos erlaubten Handgepäckstücke in den vergangenen Jahren sowieso reduziert. Bei vielen Airlines ist es aber eigentlich möglich, zum Beispiel einen Handgepäck-Trolley und eine zusätzliche kleine Tasche mitzunehmen. Derzeit ist das jedoch anders: Einige Flughäfen und Fluggesellschaften haben auf Anordnung der Bundespolizei das Handgepäck streng limitiert.

Gepäck reglementiert

Für alle Passagiere gilt: nur ein Gepäckstück pro Person. Dadurch sollen die Wartezeiten an der Sicherheitskontrolle und beim Boarding, wenn viele Menschen auf engem Raum zusammenstehen, so kurz wie möglich sein. „Das soll die Ansteckungsgefahr verringern“, erklärt Sandra Kraft, Sprecherin der Lufthansa.

Bei manchen Airlines wie Lufthansa und Eurowings kann aber ein weiteres Handgepäckstück kostenlos aufgegeben werden. „Es muss allerdings den Handgepäckregeln des jeweiligen Tarifes entsprechen“, sagt Jannah Baldus, Sprecherin von Eurowings.

Am Frankfurter Flughafen können sich Passagiere vor dem Abflug auf eine Infektion mit dem Virus testen lassen.
Am Frankfurter Flughafen können sich Passagiere vor dem Abflug auf eine Infektion mit dem Virus testen lassen. © Symbolbild: dpa/Boris Roessler

Und falls man nicht ohne zwei Gepäckstücke kann? Am Düsseldorfer Flughafen etwa darf das kleinere Gepäckstück zur Not auch im größeren verstaut werden, heißt es auf der Webseite des Flughafens.

An Flughäfen, an denen die Bundespolizei für die Fluggast- und Gepäckkontrolle verantwortlich ist, laufen die Kontrollen etwas lockerer ab. Dadurch soll der Körperkontakt zwischen Personal und Passagieren reduziert werden. „Während der Sicherheitskontrolle darf man zum Beispiel Schutzhandschuhe und -masken tragen“, sagt Verena Ballig, Sprecherin der Bundespolizei. Außerdem müssen Gürtel und Schuhe zurzeit nicht mehr ausgezogen werden.

Viel Zeit einplanen

Ansonsten gilt: Kleine Gegenstände, die man regelmäßig angefasst hat, ins Handgepäck oder in die Jackentaschen packen. Außerdem kann es vorkommen, dass man sein Hab und Gut selbst in der Kontrollwanne verstauen muss. Die Wannen werden regelmäßig desinfiziert.

Außerdem wichtig: Zeit einplanen. Durch die Schutzmaßnahmen können die Kontrollen momentan etwas länger dauern. Wer zu früh am Flughafen ist und die Zeit mit Shopping verbringen wollte, ist mitunter enttäuscht: Nicht alle Geschäfte haben wieder geöffnet. Außerdem haben manche der bereits geöffneten Läden ihre Öffnungszeiten verkürzt. Wer im Duty-free-Shop zuschlägt, sollte bargeldlos bezahlen. 

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Essen und Trinken ist in den Terminals erlaubt. Allerdings sind auch noch nicht alle Restaurants und Snackbars wieder offen. Am Frankfurter Flughafen können Passagiere nun einen Corona-Test machen, um Quarantäne am Zielort zu vermeiden. Bis voraussichtlich Ende Juli 2021 soll der Test möglich sein.

Nach der Landung am Zielort sollte man sich nicht länger als nötig im Flughafen aufhalten. Darum bittet unter anderem die Flughafengesellschaft Berlin-Brandenburg. Wer einen ankommenden Fluggast in Empfang nehmen möchte, soll draußen vor dem Terminalgebäude warten. (dpa)

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