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Die Coswiger Polizei hat einen neuen Chef

Jens-Uwe Kurth heißt der Neue an der Spitze des Polizeireviers Coswig. Korrekt müsste es jetzt Revier Coswig-Radebeul heißen. Seit dem Jahreswechsel wird auch die benachbarte Lößnitzstadt polizeilich aus Coswig geführt.

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Jens-Uwe Kurth heißt der Neue an der Spitze des Polizeireviers Coswig. Korrekt müsste es jetzt Revier Coswig-Radebeul heißen. Seit dem Jahreswechsel wird auch die benachbarte Lößnitzstadt polizeilich aus Coswig geführt.

Die Neuregelung geht einher mit der Umstrukturierung der Reviergrenzen bei der Polizei. Der bisherige Revierleiter Christian Wolf wird als Stellvertreter im Revier bleiben.

Kurth unterstehen mit der Zusammenlegung der bisher unabhängigen Reviere insgesamt 125 Beamte. Das Revier Radebeul wird der Sitz des Kriminaldienstes und einer Verfügungsgruppe.

Streife fährt in der Nacht

Der Kriminaldienst soll jedoch keine Konkurrenz der Kriminalaußenstelle (KAST) in Meißen sein. Hier werden kleinere Delikte ohne Personenschaden, etwa Unfallfluchten und ähnliches bearbeitet.

Nachts wird es im Radebeuler Revier einen Diensthabenden geben, der für Anfragen und Notrufe der Bürger zuständig ist. Dieser Diensthabende dirigiert im Notfall eine Streifenwagenbesatzung, die nachts in Radebeul ihre Runden dreht.

Das neue Gebiet des Reviers ist Jens-Uwe Kurth bestens vertraut.

„Ich bin hier aufgewachsen und habe bei Planeta Radebeul Maschinen- und Anlagenmonteur mit Abitur gelernt.

Noch bei der Volkspolizei begann Kurth seine Karriere. Die führte ihn in der Nachwendezeit über die Polizeiakademien Rothenburg und Münster bis ins Amt eines Abteilungsleiters im Landeskriminalamt. In den letzten zehn Jahren war Kurth zudem als Bereitschaftsgruppenführer im Lagezentrum der Polizeidirektion, stellvertretender Kommandoführer des Spezialeinsatzkommando (SEK) sowie Leiter der Abteilung Mobiles Einsatzkommando und Zielfahndung im Landeskriminalamt. Auf den Posten in Coswig habe er sich beworben, weil er gern mit Menschen zu tun habe“, so Kurth.

„Ich habe bei der Polizei zahlreiche Stationen durchlaufen, aber diese Erfahrung im Einzeldienst habe ich nicht“, so Kurth. Auch wenn es seine Funktion im Coswiger Revier mit sich bringe, dass er den Dienstbetrieb im Revier organisiere, freue er sich hier auf den Kontakt zu den Menschen vor Ort.

Mehr Kommunikation

Mit seinem Einsatzgebiet Coswig habe er sich bereits vertraut gemacht. Die Probleme um den sogenannten Trinkerbrunnen in Coswig beispielsweise sind ihm geläufig. Im Rathaus und auch im Revier will man nun wieder aufeinander zugehen.

Nachdem sich in den letzten Jahren die Kommunikation zwischen der Verwaltung und der Polizei auf gegenseitige Schuldzuweisungen beschränkte, soll jetzt Bewegung in die Sache kommen. „Der Trinkerbrunnen ist klar eine Sache der Kommune“, so Kurth. Man werde aber sehen, wie man hier mit dem Streifendienst unterstützend helfen könne. Torsten Oelsner