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Die Dienstwaffe abgegeben

Freital. Bürgerpolizist Klaus-Günter Telemann hat sich zur Ruhe gesetzt und genießt die Pension.

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Von Erik Hegewald

Klaus-Günter Telemann wirkt zuerst so gar nicht wie ein Polizist. Das liegt vielleicht daran, dass er keine Uniform trägt. 40 Jahre Polizeidienst hat er hinter sich. Die vergangenen 15 Jahre war er als Bürgerpolizist Ansprechpartner bei Sorgen und Nöten.

Was unterscheidet einen Bürgerpolizisten von einem Beamten im Streifendienst? Es sind genauso Polizeibeamte, die aber zusätzlich eine spezielle, auf Vorbeugung ausgerichtete Ausbildung erhalten. Der Alltag eines Bürgerpolizisten besteht vor allem darin, auf Streife zu gehen, um Gefahren für die öffentliche Ordnung vorzubeugen, die da lauern. Das geschieht meist zusammen mit Angehörigen der sächsischen Sicherheitswacht. Mit Argusaugen hat Klaus-Günter Telemann jedoch auch auf kaputte Ampeln, defekte Verkehrsschilder und vieles andere geachtet, was die Sicherheit auf Straßen ausmacht.

1965 begann Telemanns Laufbahn in Polizeiuniform. Er war zunächst drei Jahre bei der Bereitschaftspolizei. Dann ging er nach Halle, wo er bis 1985 blieb. Später übernahm er in Freital den Posten eines Verkehrspolizisten. Danach ging’s dann auch in den Streifendienst. Die Spanne der Aufgaben reichte von der Suche nach den Verursachern von Schmierereien bis hin zur Auseinandersetzung mit Gewalttätern.

Betrunken auf der Kreuzung

Das war oftmals kein einfacher Job. So kann sich Telemann noch gut daran erinnern, wie er einen Betrunkenen von der Kreuzung zerren musste. Der Mann hatte versucht, den Verkehr zu regeln. Nach 40 Jahren im Dienst meint Klaus-Günter Telemann: „Wenn man so viele Jahre bei der Polizei gewesen ist, geht man natürlich mit einem lachenden und einem weinenden Auge.“ Dafür kann er sich jetzt endlich voll seinem Hobby widmen: seinem Garten.