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Dippoldiswalde

Die Drachen sind auf der Talsperre Malter

Am Wochenende starten die Boote wieder. Die Malter bietet etwas, was andere Strecken nicht haben.

Dieses Bild entstand im vergangenen Jahr, wird sich aber am Sonnabend auch wieder zeigen: Drachenboote auf der Malter.
Dieses Bild entstand im vergangenen Jahr, wird sich aber am Sonnabend auch wieder zeigen: Drachenboote auf der Malter. © Egbert Kamprath

Die Badesaison an der Talsperre Malter erlebt am Sonnabend ihren letzten Höhepunkt, das alljährliche Drachenbootrennen. „15 Mannschaften haben sich dafür angemeldet, von der Betriebsmannschaft des Stahlwerks Riesa über das Ö-Team aus Oelsa bis zur Lebenshilfe aus Dresden“, informierte Robert Ringel vom Wassersportverein „Am Blauen Wunder“ aus Dresden. Der Verein richtet zusammen mit der Weißeritztal-Erlebnisgesellschaft den Malter Talsperrencup aus.

In erster Linie geht es bei der Veranstaltung um den Spaß. Aber ein wenig Ehrgeiz ist bei den Teams schon auch dabei, wenn jeweils 16 bis 20 Paddler mit Rhythmus eines Trommlers in die Talsperre stechen. Es geht dabei um Pokale, Urkunden und Eistorten, wie die Veranstalter informieren. Dafür stehen auch die Namen der teilnehmenden Teams. So nennt sich das Boot, welches die Lehrer vom Beruflichen Schulzentrum Freital-Dippoldiswalde besetzen, beispielsweise „Morbus Teacher“.

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Um ein Drachenboot zügig übers Wasser zu paddeln, gehört Einiges dazu. Kraft ist dabei nicht allein wichtig. Das Zusammenspiel aller Paddler in einem Boot und der passende Rhythmus vom Trommler sind genauso wichtig. Am Start müssen die Boote erst auf Geschwindigkeit kommen. Dafür wird der Rhythmus langsam gesteigert. Wenn dann das richtige Tempo erreicht ist, gilt der Streckenschlag. Den halten Trommler und Paddler über die ganze Renndistanz durch. Da immer auch Mannschaften dabei sind, die keine Erfahrung mit diesem Sport haben, gibt es am Freitagabend vor den Wettbewerben ein Training unter Anleitung der Profis vom Wassersportverein. Dort kann sich jeder mit den Eigenheiten vertraut machen.

Robert Ringel mag die Malter. Sie bietet zwei große Pluspunkte, die andere Strecken für Drachenboot-Wettbewerbe, beispielsweise die Elbe, nicht haben. Erstens ist die Lage schön. Die Talsperre bildet quasi eine natürliche Tribüne. Die Zuschauer stehen leicht erhöht und haben von beiden Seiten der Talsperre einen Blick von oben auf das Renngeschehen. „An der Elbe oder anderen Regattastrecken gibt es diesen guten Überblick nicht“, sagt Ringel.

Eine zweite Besonderheit bietet die Malter den Beteiligten. Sie können zwischen den Rennen auch einmal in die Badekleidung wechseln und ins Wasser steigen. Auch das ist an der Elbe so nicht möglich. „Der Badebetrieb läuft am Wochenende ganz normal. Die Badegäste können zugleich bei den Rennen zusehen“, sagt Klaus Kaiser, Geschäftsführer der Weißeritztal Erlebnisgesellschaft. Dieses Drachenbootrennen ist so ein Spaß, an dem die ganze Familie teilhaben kann. Da für das Wochenende auch gutes Wetter angekündigt ist, steht dem nichts im Wege.

Das Drachenbootfest beginnt am Sonnabend um 9.30 Uhr mit den Wettbewerben über die 400-Meter-Strecke. Nach dem Mittag geht es weiter über 200 Meter und am späten Nachmittag ab 17 Uhr stehen die 800-Meter-Verfolgungsrennen auf dem Programm. Mit den Siegerehrungen klingt der Tag an der Talsperre Malter dann aus.

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