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„Die Dresdner sollten den geschulten Augen der Fachleute vertrauen“

Gestaltungskommission berät die Verwaltung und den Stadtrat am Neumarkt.

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Vor reichlich zehn Jahren hat die Stadt die Gestaltungskommission Kulturhistorisches Zentrum gebildet. Sieben Damen und Herren beraten regelmäßig Bauprojekte am Neumarkt. Gestern diskutierten sie über den Entwurf des Gebäudes zwischen Kulturpalast und Wohnhäusern Wilsdruffer Straße. Der Investor KIB Projekt hatte dafür einen Wettbewerb ausgelobt. Den ersten Preis erhielt das Dresdner Büro F29Christian Schmitz + Peter Zirkel. Der Neubau ist umstritten. Von der Gestaltungskommission wurde er jedoch wohlwollend aufgenommen, sagte Stadtentwicklungsbürgermeister Jörn Marx (CDU).

„Unsere Kommission wird nur in Verbindung mit spektakulären Bauten genannt. In der Mehrzahl der Arbeit geht es um Details, bei denen es große Übereinstimmung gibt“, sagt Matthias Höhne. Am Neumarkt sollen die Leitbauten möglichst originalgetreu errichtet werden, aber nur, wenn es dafür ausreichend Vorlagen gibt. Wo das nicht möglich ist, sollte gute zeitlose Architektur die Lücken füllen, erläuterte Johanne Nalbach. Historisierende Häuser hält sie für verlogen. „Das Spiel zwischen moderner und historischer Architektur funktioniert überall in der Welt. Die Dresdner sollten den Fachleuten vertrauen, die Jahrzehnte ihre Augen geschult haben.“ (SZ/kle)