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Die Drewag baut - und bremst Pieschen aus

Baustellen, Umleitungen, fehlende Parkplätze: Pieschen wird ans Fernwärmenetz angeschlossen. Das Vorhaben dauert Jahre. 

Der Fernwärmeausbau durch die Drewag wird sich in Pieschen auch auf der Bürgerstraße bemerkbar machen: Im Mai ist eine Vollsperrung angekündigt. Und es wird bis 2021 noch viele weitere geben.
Der Fernwärmeausbau durch die Drewag wird sich in Pieschen auch auf der Bürgerstraße bemerkbar machen: Im Mai ist eine Vollsperrung angekündigt. Und es wird bis 2021 noch viele weitere geben. © René Meinig

Bauarbeiten der Drewag werden Anwohnern und Verkehrsteilnehmern in Pieschen bis 2021 Geduld abverlangen: In vielen Haupt- und Nebenstraßen wird gebaut, um den Fernwärmeausbau voranzutreiben. Die Landesdirektion Sachsen hat jetzt für zwei Bauabschnitte der Fernwärmetrasse das Baurecht erteilt. Sie wird künftig unter der Elbe verlaufen. Der erste Abschnitt reicht vom Probebühnengebäude der Semperoper am linken Elbufer bis zum Volksfestgelände unterhalb der Marienbrücke. Dort schließt sich der zweite Bauabschnitt an. Dieser unterquert die Elbe und bindet rechtselbisch in Höhe Uferstraße in die dortige Fernwärmetrasse ein. Die Arbeiten sollen 19 Monate dauern.

Im Straßen- sowie öffentlichen Nahverkehr Pieschens steht bereits im Mai ein Einschnitt an: Die Bürgerstraße wird um die Kreuzung Torgauer Straße – wo die neue Trasse verlegt wird – ab 2. Mai bis Ende Mai voll gesperrt. Damit wird die Straßenbahnlinie 13, die Pieschen und die Neustadt verbindet, ausweichen müssen.

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Auf Nachfrage bei den Dresdner Verkehrsbetrieben (DVB) erklärt Sprecher Falk Lösch, dass vermutlich ein Busersatzverkehr eingesetzt wird. Auch eine Umleitung über die Leipziger Straße sei denkbar.

Die Drewag baut 2019 zudem in der Konkordienstraße, der Eisenberger Straße, dem nördlichen Teil der Moritzburger Straße sowie in der Leisniger Straße. Rund um den Leisniger Platz haben die Arbeiten zuletzt für Kritik gesorgt. Anwohner haben sich beschwert, weil sie nicht rechtzeitig über die Bauvorhaben informiert wurden – und weil etliche Parkplätze wegfielen. Die Drewag hat daher gegenüber dem Stadtbezirksbeirat Pieschen zugesichert, künftig gezielter zu informieren.

Erklärungsbedürftig dürfte laut Stefan Engel, Stadtbezirksbeirat für die SPD, vor allem sein, warum die Torgauer Straße gleich zweimal aufgerissen werden könnte. In diesem Jahr plant die Drewag die unterirdischen Anschlüsse und Leitungen zu erneuern und zu verlegen, dann soll die Straße mit einer provisorischen Asphaltdecke abgedeckt werden. 

Durch das Straßen- und Tiefbauamt soll sie dann erneut aufgebrochen werden, um eine generelle Sanierung durchzuführen. „Ich kann das erwartbare Kopfschütteln der Anwohnerschaft schon jetzt gut nachvollziehen“, erklärt Engel und plädiert dafür, dass beide Arbeiten parallel erledigt werden. Aufgrund des engen zeitlichen Baufensters – die Fernwärme muss für den Schulcampus Gehestraße fertiggestellt werden und befindet sich bereits im Bau – sei jedoch laut Drewag noch nicht klar, ob das gelingen kann.