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„Die Entscheidung fällt am letzten Spieltag“

Fußball: Hainsberg führt die Landesklasse zur Winterpause an. Trainer Knut Michael erwartet einen langen Titelkampf.

Von Jens Jahn
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Nur sechs Gegentreffer in einer Halbserie: Knut Michael hat den Fokus auf Defensivarbeit gelegt.
Nur sechs Gegentreffer in einer Halbserie: Knut Michael hat den Fokus auf Defensivarbeit gelegt. © Karl-Ludwig Oberthür

Der Hainsberger SV hat die Hinrunde in der Fußball-Landesklasse Mitte ohne Niederlage absolviert und rangiert auf dem ersten Platz. In den 13 Partien gab es elf Siege, nur gegen den SV Wesenitztal und in Hartmannsdorf hieß es 1:1-Remis. Von einem beruhigenden Vorsprung kann aber trotz der Positivbilanz keine Rede sein, denn Blau-Weiß Stahl Freital liegt nur zwei Punkte zurück. Der BSC Freiberg als Tabellen-Dritter hat mit fünf Punkten ebenfalls nur einen kleinen Rückstand auf den Spitzenreiter. Im SZ-Interview spricht der Hainsberger Trainer Knut Michael über den Kampf um den Aufstieg in die Landesliga. Der 42 Jahre alte Coach erwartet einen spannenden Fight um den Staffelsieg bis zum letzten Spieltag.

Herr Michael, die Saisonzielstellung Ihrer Mannschaft lautet Aufstieg in die Landesliga. Läuft alles nach Plan?

Wenn man zur Winterpause Erster im Klassement ist, scheint alles nach Plan zu laufen. Allerdings liegen die Freitaler (Stahl Freital; Anm. d. Red.) nach einer starken Saisonhälfte nur zwei Punkte zurück. Da ist überhaupt noch nichts entschieden. Wir haben zwar keine Niederlage kassiert, aber die beiden Unentschieden gegen Wesenitztal und in Hartmannsdorf schmerzen dann doch.

Sie haben auch nur sechs Gegentreffer eingefangen ...

Das ist eine tolle Quote. Wir haben vor der Saison unser Hauptaugenmerk auf die Defensive gelegt. Aus einer sicheren Abwehr sollte die Basis geschaffen werden für die Erfolge. Das haben die Spieler wirklich sehr gut umgesetzt.

Wie erklären Sie diese starke Hinrunde?

Wir haben einen sehr ausgewogenen Kader von 26 Spielern. Im Sommer haben wir uns punktuell sehr gut verstärkt. Der junge Kurt Herzig hat sich genauso wie der erfahrene Philipp Schmidt bestens in das Team eingefügt. Carsten Am Ende wird nach seiner Verletzung in der Rückrunde wieder einsteigen. Dazu haben wir eine gute Mischung aus Routiniers wie Markus Weise, Michael Heera oder Marian Weinhold sowie Leuten aus dem eigenen Nachwuchs. Sie bringen eine gute Qualität mit.

Da gibt es Konkurrenzkampf um die Plätze in der Startformation?

Konkurrenzkampf ist ja gar nicht so verkehrt. Wir haben eine Trainingsintensität von stets 15 bis 20 Spielern. Wir haben es bislang gut geschafft, Ausfälle von Stammspielern zu kompensieren. Das ist gerade in dieser Liga sehr wichtig. Wir ziehen aber auch die Spieler aus dem Anschlusskader immer mit heran. Da wird auch viel geredet. Jede Mannschaft ist immer nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Die erfahrenen Leute wie Weise, wie Thomas Metzner oder wie Rene Balatka führen die jungen Spieler sehr gut heran.

Am 7. März beginnt die Rückrunde - gleich mit dem Spitzenspiel bei Stahl Freital. Fällt da eine Vorentscheidung über den Aufstieg?

Nein. Egal, wie dieses Spiel ausgeht, die Entscheidung über den Aufstieg in die Landesliga wird sicher erst am letzten Spieltag fallen. Sicher haben diese Derbys mit Stahl stets einen eigenen Charakter. Es treffen die momentan besten Teams aus unserer Staffel aufeinander. Da ist Spannung angesagt. Aber, wie gesagt, eine Entscheidung wird es da noch nicht geben.

Wäre Ihr Team bereits tauglich für die Landesliga?

Es wird im Sommer durch die Fusion eine gemeinsame Mannschaft aus Hainsberger und Freitaler Spielern geben. Bei uns wird sicher der eine oder andere von den älteren Akteuren nicht mit in die Landesliga gehen wollen. Auch Stahl Freital hat sehr gute Spieler für die siebte Liga. Klar ist es ein großer Sprung. Vielleicht nicht unbedingt fußballerisch, aber auf jeden Fall von der Athletik her. Man muss schon mindestens 20 Prozent hinzulegen.

Wann beginnen Sie mit Ihrer Mannschaft die Vorbereitung auf die Rückrunde?

Am 21. Januar starten wir in die Vorbereitungsphase. Es wird ein Trainingslager geben, dazu Testspiele in Niesky, Laubegast und Kesselsdorf. Hallenturniere werden wir aus Vorsicht vor Verletzungen keine bestreiten.

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