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Die erste Adresse am Bärwalder See

Das neue Tourismus-Informations-Zentrum am Boxberger Ufer hat jetzt geöffnet. Davon profitieren auch Verliebte.

© Jens Trenkler

Von Doreen Hotzan

Nun ist der Bärwalder See um eine Attraktion reicher –  und zwar eine gewaltige. Neben einem Campingplatz, der Marina und der Rettungswache am Klittener Ufer gibt es jetzt auch ein Tourismusinformationszentrum, kurz Tiz. Der 1,3 Millionen Euro teure Neubau auf Boxberger Seite ist vor Kurzem offiziell eingeweiht worden. Genauer gesagt, der kommunale Teil. In diesem ist unter anderem eine Tourismusinformation untergebracht.

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Wem die Informationstafeln am Boxberger Ufer zum Tourismus-Informations-Zentrum unterhalb des Landschaftskunstprojektes Ohr am Bärwalder See nicht genügen, kann sich ab sofort auch an die Mitarbeiter des neuen Tourismusinformationszentrums wenden. Im klei
Wem die Informationstafeln am Boxberger Ufer zum Tourismus-Informations-Zentrum unterhalb des Landschaftskunstprojektes Ohr am Bärwalder See nicht genügen, kann sich ab sofort auch an die Mitarbeiter des neuen Tourismusinformationszentrums wenden. Im klei

Zudem soll das Tiz um einen gewerblichen Teil erweitert werden. Den müssen private Investoren stemmen. Die Gemeinde hat bereits einen an der Hand, betont Boxbergs Bürgermeister Roland Trunsch nicht ohne Stolz. „Der Fördermittelantrag ist in Arbeit. Das Thema wird in der nächsten Gemeinderatssitzung eine Rolle spielen“, sagt er. Die Liste der Interessenten war lang. „Es gab in letzter Zeit viele Gespräche mit namhaften Investoren“, so der Bürgermeister. Aber nicht alle sind in die engere Wahl gekommen. Denn die Kommune hat genaue Vorstellungen davon, was in dem gewerblichen Teil entstehen soll. „Wir wollen die Gastronomie hier auf den Weg bringen“, fasst Roland Trunsch zusammen. Das heißt konkret: Direkt neben dem kommunalen Teil soll ein Restaurant entstehen. Um das zu bauen, sollte der Investor nicht davor zurückschrecken, ebenfalls über eine Million Euro zu investieren. Immerhin hat die Gemeinde einen hohen Anspruch. Und der soll sich nicht nur in ihrem Teil des Tiz, sondern auch in dem des Investors widerspiegeln.

Bereits Ende des Jahres 2008 war der Bau des Tiz am Boxberger Ufer des Bärwalder Sees im Gespräch. Aber es dauerte eine Weile, bis das Projekt ins Rollen kam. Und dann ging auf einmal alles ganz schnell. Insgesamt 18 Firmen und Nachauftragnehmer waren in der Zeit von Oktober 2012 bis Juni dieses Jahres am Neubau des Tiz beteiligt. Dafür brauchte es etwa 20 Beschlüsse des Gemeinderates sowie des Technischen Ausschusses, um die Voraussetzungen für die Auftragserteilungen zu schaffen, informiert Boxbergs Bürgermeister.

Ohne Fördermittel wäre der Bau undenkbar gewesen. Über das Förderprogramm Gemeinschaftsaufgabe Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur (GRW-Infra) floss rund eine Million Euro in das Projekt. Den Rest deckte die Kommune über Eigenmittel ab. Das Geld ist gut angelegt worden. Das Gebäude besteht aus den beiden Häusern A und F.

Aushängeschild für das innen in den Farbtönen Blau und Weiß gehaltene Haus A ist die Tourismusinformation. Hier steht den Gästen Frank Stäbler von der Verwaltung bei Fragen zur Verfügung. Unterstützt wird er dabei von Katja Herold. Die 27-Jährige ist gelernte Veranstaltungskauffrau und kommt aus Weißwasser. Die Gemeinde hat die junge Frau extra eingestellt. Genug Erfahrung in der Branche bringt sie mit. So hat Katja Herold bereits in der Tourismusinformation in Weißwasser und auf dem Kreuzfahrtschiff Aida gearbeitet. Doch sie ist froh, wieder zurück in der Heimat zu sein. „Es ist ein absoluter Traum für mich, jetzt hier arbeiten zu können“, sagt die Weißwasseranerin.

Zunächst wird die Tourismusinformation mittwochs bis sonntags von 10 bis 18 Uhr für Besucher öffnen. „Wir müssen ja erst sehen, wie es anläuft“, begründet das Frank Stäbler. Neben der Tourismusinformation ist in dem Haus ein Veranstaltungsraum untergebracht. Der weist eine Besonderheit auf. Er ist als Trauraum der Gemeinde gewidmet. Heiratswillige können sich hier künftig das Ja-Wort geben. „Es gibt bereits viele Anfragen“, so Arian Leffs, Hauptamtsleiter und Standesbeamter von Boxberg. Doch entschieden hat sich bisher noch niemand. Was für Brautpaare sicherlich interessant sein könnte: Am Bärwalder See kann ab sofort am Strand geheiratet werden, so Arian Leffs. „Da muss man nicht extra in die Karibik fliegen“, scherzt Katja Herold.

Wer den Veranstaltungsraum verlässt, gelangt direkt in das dahinter liegende Gebäude. Darin befinden sich eine Umkleide, ein Wickel- und ein Erste-Hilfe-Raum sowie die Toiletten. Die Räume sind in Grün gestrichen. Das dominiert auch auf den Außenflächen rund um das Tiz. So sprießt schon an vielen Stellen der frisch gesäte Rasen. Ganz abgeschlossen sind die Arbeiten noch nicht. „Wir machen einen Schritt nach dem anderen“, so Frank Stäbler.