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Die erste Ratssitzung mit Kerstin Körner

Die Oberbürgermeisterin ist neu, im Stadtrat sind zwei neue Parteien. Die Dippser dürfen gespannt sein, wie das läuft.

Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU).
Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU). © Egbert Kamprath

Nach einer ungewöhnlich langen Pause seit Mai tritt der Stadtrat Dippoldiswalde am Mittwoch zum ersten Mal wieder zusammen. In der Zwischenzeit hat sich viel getan.

Es wird die erste Ratssitzung unter Leitung der neuen Oberbürgermeisterin Kerstin Körner (CDU), die am 26. Mai mit 75 Prozent gewählt wurde. Sie ist zwar schon seit Juli im Amt. Aber während der Ferien hat auch der Stadtrat Pause gemacht.

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Körner trifft auch auf einen Stadtrat, der sich stark verändert hat. Die Zahl der Mitglieder ist auf 22 verringert worden. Das hat noch der alte Rat im Zuge von Sparbemühungen entschieden. Und die Wähler haben auch die Zusammensetzung verändert.

Wieder eine Frauenfraktion

Zwei politische Richtungen sind neu vertreten. Die AfD zieht mit fünf Mandaten erstmals in den Stadtrat ein und ist damit drittstärkste Fraktion. Ebenso haben die Grünen zum ersten Mal in Dippoldiswalde ein Mandat errungen.

Alle anderen Parteien mussten bei der Wahl im Mai Federn lassen. Die Freien Wähler hatten bisher elf Sitze, jetzt noch sieben. Damit sind sie aber wieder stärkste Fraktion. Bei ihnen hat die Hälfte der Fraktionsmitglieder gewechselt. Drei Mitglieder sind völlig neu im Stadtrat vertreten. Einer, Falko Uyma, war schon einmal im Rat, ist aber aus persönlichen Gründen vorzeitig ausgeschieden. Nun ist der leitende Mitarbeiter der Schmiedeberger Gießerei wieder mit dabei.

Auch die CDU ist von bisher neun Mandaten auf sechs geschrumpft. Hier ist nur Jens Stoppok neu dabei. Die Linke ist von drei auf zwei zurückgegangen. Hier ist Uwe Ebert in den Rat zurückgekehrt, wo er bis 2014 schon saß. Die SPD hat eines ihrer zwei Mandate verloren. Damit wäre auch der Fraktionsstatus für die SPD dahin . Allerdings haben sich die Grünen-Vertreterin Grit Bormann und die SPD-Abgeordnete Karelli Krischker entschlossen, in einer Fraktion zusammenzuarbeiten, wie Bormann mitteilte. In Dippoldiswalde reichen zwei Mandate, um eine Fraktion zu bilden. Das hat Vorteile bei der Besetzung von Sitzen in den Ausschüssen und in anderen Gremien, wo Stadträte mitarbeiten. Damit hat der Rat, in dem ansonsten die Frauen bei Weitem in der Minderheit sind, sogar eine reine Frauen-Fraktion.

Schwierige Aufgabe für Körner

Die Oberbürgermeisterin hat also keine stabile Mehrheit, sondern muss sich auf mehrere Gruppen im Rat stützen, um Mehrheiten für ihre Vorhaben zu finden. Das ist zwar keine neue Situation. Schon in den vergangenen fünf Jahren hat Jens Peter (Freie Wähler) ohne stabile Mehrheit arbeiten müssen, was ihm letztendlich nicht gut gelungen ist. Nun wird sich zeigen, ob ihre bisherige Erfahrung in Verwaltung und Politik Kerstin Körner hilft, diese schwierige Aufgabe besser zu lösen.

Konstituierende Sitzung des Stadtrats Dippoldiswalde, Mittwoch, 21. August, 18 Uhr, im Rathaus Dippoldiswalde.

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