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Ab jetzt gibt's nur noch Pflegefachleute

Die neuen Azubis und Freiwilligen haben sich ihre Arbeitsstelle angeschaut. Der Ausbildungsgang ist neu – auch für das Döbelner Klinikum.

Emily Meese beginnt mit acht anderen Azubis die Ausbildung zur Pflegefachfrau.
Emily Meese beginnt mit acht anderen Azubis die Ausbildung zur Pflegefachfrau. © Dietmar Thomas

Döbeln. Die neuen Azubis werden am 1. September ihre Ausbildung im Klinikum Döbeln beginnen. Emily Meese gehörte zu denen, die sich vor ihrer neuen Arbeitsstätte zum Gruppenfoto aufstellten, zusammen mit jungen Leuten, die ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Krankenhaus beginnen. Die 16-Jährige will Pflegefachfrau werden. So nennt sich ab diesem Ausbildungsjahr der Beruf des Krankenpflegers, der mit der Altenpflege zusammengefasst wurde.

 „Ich wollte schon immer etwas in diese Richtung machen“, sagte Emily Meese, die im Sommer die Oberschule in Waldheim abgeschlossen hatte. „Ich hatte schon mit Behinderten gearbeitet und ein Praktikum in der Regenbogenschule absolviert, war mir aber unsicher, ob ich das machen wollte.“

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 Es wurde also das Krankenhaus. „Meine Mutti arbeitet in diesem Bereich. Damit bin ich groß geworden.“ Eine Ausbildungsstelle zu bekommen, sei kein Problem gewesen. Schon die erste Bewerbung hatte Erfolg – und dann auch noch in Döbeln. „Es war mein erstes Vorstellungsgespräch. Zu den anderen bin ich dann gar nicht mehr hingegangen“, sagte die 16-Jährige.

Etwa 100 Bewerber

Das Krankenhaus kann sich seine Azubis aussuchen. Der Beruf ist begehrt. Um die 100 Bewerbungen gehen jedes Jahr ein, sagte Lisa Schneider, Assistentin der Pflegedienstleitung. Neun Azubis sind es dieses Mal geworden. Es waren auch schon mehr.

 Aber der neue Jahrgang ist der „Premierendurchlauf“ für die neue Ausbildungsrichtung Pflegefachmann und Pflegefachfrau. „Wir wollen erst mal sehen, was da auf uns zukommt“, sagte Lisa Schneider. Das Klinikum rechnet mit mehr Schülern, die die Praxis im Krankenhaus durchlaufen. Also auch mit Schülern, die beispielsweise einen Ausbildungsvertrag mit einem Pflegeheim haben.

Gruppenbild vor dem Klinikum. Die Azubis und FSJler haben am Montag die erste Einweisung und ihre Arbeitskleidung bekommen. 
Gruppenbild vor dem Klinikum. Die Azubis und FSJler haben am Montag die erste Einweisung und ihre Arbeitskleidung bekommen.  © Dietmar Thomas

Die theoretische Ausbildung bekommen die angehenden Pflegefachleute nach wie vor in der Heimerer-Schule, die ihren Unterricht ebenfalls anpassen musste. Erst einmal werden die Azubis etwa sechs Wochen lang in die Theorie eingeführt. Erst Mitte Oktober beginnt die praktische Ausbildung im Klinikum, sagte Lisa Schneider.

FSJ als Einstieg

Manchen Bewerbern bietet das Klinikum ein Freiwilliges Soziales Jahr an. „Wenn sie ein gutes FSJ ablegen, übernehmen wir sie danach in die Ausbildung“, sagte Lisa Schneider.Die Corona-Pandemie hat auf die Ausbildung praktisch keine Auswirklungen. 

„Nur die Hygiene ist ein noch größeres Thema als vorher“, sagte Lisa Schneider. Am Montag haben die Azubis und FSJler ihre erste Hygiene-Einweisung bekommen. Sie haben auch bei einem Rundgang ihre Arbeitsstätte kennengelernt und die Arbeitsbekleidung in Empfang genommen.

Unter den neuen Azubis sticht Dominik Mrosek heraus, Der ist mit 31 Jahren deutlich älter ist als seine Mitschüler. Der gelernte Zerspanungsmechaniker ist staatlich geprüfter Techniker, hat zwei Jahre in Österreich gearbeitet und vier Jahre in Rostock Kräne mit entwickelt, erzählte er. 

Jetzt hängt er noch eine dreijährige Ausbildung zum Pflegefachmann dran. „Ich will mich einfach noch mal verändern und probiere das jetzt mal aus“, sagte er. Seine Mutter sei Krankenpflegerin und er habe schon einmal im Krankenhaus in Freiberg mitgearbeitet.

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