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Die Extra-Wünsche der Roßweiner

Zum ersten Mal gibt es einen Bürgerhaushalt. 10 000 Euro stehen zu Verfügung. Damit sollen Ideen für die Gemeinschaft umgesetzt werden. 

Alexej (links) und Aleš Vancl von der Initiative für Ökologie und Lebenskultur wollen Musik-, Tanz-, Masken- und Panomime-Workshops anbieten.
Alexej (links) und Aleš Vancl von der Initiative für Ökologie und Lebenskultur wollen Musik-, Tanz-, Masken- und Panomime-Workshops anbieten. © André Braun

Roßwein. Songsalon ist eine Reihe, die das Roßweiner Kleinkunstkollektiv in Person von Nina Pohl und Jörn Hühnerbein angestoßen hat. Mehrmals im Jahr laden die zwei Künstler zu meist kleineren Konzerten ein. „Die bisher sieben Songsalons fanden guten Anklang“, schätzen die Veranstalter ein. Die nächsten beiden Konzertabende mit Maria Schütz und Peggy Luck aus Leipzig würden sie gern mit Zuschüssen aus dem Bürgerhaushalt vorbereiten. Die beantragten und von den Stadträten auch bewilligten 575 Euro sollen unter anderem dafür aufgewendet werden, Plakate und Flyer zu drucken und nötige Technik zu leihen.

Boxsport wird in Roßwein seit inzwischen 70 Jahren betrieben. Das wollen die Sportler der Abteilung Boxen des Roßweiner SV am 31. August mit allen, die sich für „fliegende Fäuste“ interessieren, feiern. Geplant sind unter anderem eine Festveranstaltung mit Ehrungen und Auszeichnungen, ein Kulturprogramm, ein Ehemaligen-Treffen sowie eine Reihe von Wettkämpfen. Von den kalkulierten Kosten sollen 1 000 Euro aus dem Bürgerhaushalt kommen. Das Geld will die Sektionsleitung konkret dafür verwenden, um Pokale zu kaufen oder die Aufwendungen von Kampfrichtern und Ärzten zu begleichen.

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Die Ullrichsberger wollen sich Beamer und Leinwand für Sommerfilmtage und Weihnachtskino anschaffen. Das gemeinsame Filmeschauen soll die Gemeinschaft stärken.
Die Ullrichsberger wollen sich Beamer und Leinwand für Sommerfilmtage und Weihnachtskino anschaffen. Das gemeinsame Filmeschauen soll die Gemeinschaft stärken. © privat

Mehr Platz für die Jugend schafft die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde gerade im Pfarrhaus in Roßwein. Dort wird der Jugendraum erweitert. Künftig sollen dort auch die Jugendkurrende und der Jungbläserkreis proben. In den Räumen kamen bisher die Teilnehmer des Jugendtreffs und die Pfadfinder zusammen. Für die Bestuhlung gab es schon eine Extra-Spendenaktion. Über den Zuschuss aus dem Bürgerhaushalt in Höhe von 700 Euro will die Gemeinde weitere Ausstattungsgegenstände anschaffen. Benötigt werden unter anderem eine Projektionsleinwand sowie ein Keyboard oder E-Piano.

Der Verein zur Förderung und Traditionspflege der Geschwister-Scholl-Schule hat einen Zuschuss in Höhe von 1 800 Euro aus dem Bürgerhaushalt der Stadt Roßwein beantragt. Er möchte auf dem Schulhof eine wetterfeste Tischtennisplatte aufbauen lassen und damit den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit bieten, ihre Pausen aktiv zu verbringen. Etwa 1 000 Euro würde der Verein aus der eigenen Tasche zu dem Projekt beitragen. Seit der Schulsanierung gibt es an der Oberschule ein zwar relativ kleines, aber durchaus ansprechendes Freigelände.

Zum Gedenken an den Pogrom gegen die jüdische Bevölkerung plant die Kirchgemeinde für den 9. November diesmal eine Lesung und musikalische Begegnung.
Zum Gedenken an den Pogrom gegen die jüdische Bevölkerung plant die Kirchgemeinde für den 9. November diesmal eine Lesung und musikalische Begegnung. © André Braun / Archiv

Auf dem Weinberg in Roßwein soll eine Aussichtsplattform entstehen. Dieses Projekt hat Uwe Hachmann namens des Roßweiner Behindertenbeirates und des SPD-Ortsvereins beantragt. Nach der Vorstellung der Initiatoren sollen Sitzgelegenheiten aufgestellt werden. Die müssen absturzsicher zu nutzen und zu erreichen sein – auch für Rollstuhlfahrer und andere Menschen mit Geheinschränkungen. Wie die Bänke aussehen sollen, ist den Antragstellern schon klar. Ihr Anspruch: Die Möbel sollen ein beschwerdefreies Sitzen und problemloses Aufstehen möglich machen.

Julia Bernhard und Felix Hofmann haben sich Gedenken über den ehemaligen Sputnik-Spielplatz an der Mulde gemacht. Ihrer Meinung nach müssen die Grünflächen verschönert, mehr Sitzgelegenheiten sowie Grill- und Feuerstelle aufgestellt werden. Und das ist längst nicht alles. Sie finden auch, dass der Kletterstein gesäubert, die Wege ausgebessert und der Pavillon gestrichen werden müssten. Weil die Antragsteller die nötigen finanziellen Aufwendungen noch nicht überblicken konnten, unterstützen die Stadträte das Projekt pauschal mit 1 000 Euro. Die sollen bei Arbeitseinsätzen sozusagen „verbaut“ werden. Darüber hinaus gibt es nach einem Aufruf weitere Bürgerideen, den „Sputnik“ attraktiver zu gestalten.

Anwohner des Wohngebietes „Wanne“ am Rande von Roßwein haben sich überlegt, dass sie etwas für eine bessere Außenwirkung ihres Viertels tun möchten. Laut Antragsteller Daniel Müller weist das „Wannentor“ erhebliche Mängel bezüglich der Beleuchtung auf. Die sollen repariert werden. Auch ein Banner, das auf die Wanne hinweist, soll bis zum Schul- und Heimatfest in einem Jahr angeschafft werden.

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