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Die Feier muss warten

Chris Eißler rodelt beim Debüt im Weltcup zum Sieg. Jetzt darf der Sachse in Übersee starten.

© dpa

Zur Belohnung gab es das Nordamerika-Ticket. Das große Ziel Winterspiele war für Rodel-Senkrechtstarter Chris Eißler aber noch kein Thema. „An Olympia verschwende ich keinen Gedanken“, betonte der 20-jährige Debütant nach seinem Sensationserfolg am Sonnabend beim Heim-Weltcup in Winterberg. Bei schwierigen Wetterverhältnissen nutzte der Zwickauer die Gunst der Stunde und düpierte mit seinem Sieg die Weltelite. Die Beförderung kam sofort: Nun kann er an den nächsten Wochenenden bei den Weltcups in Kanada und den USA antreten. „Darüber freue ich mich sehr“, erklärte Eißler.

Beim Eis-Roulette schlug seine große Stunde. Irgendwie kam alles zusammen: Erst wurde der erste Durchgang aufgrund anhaltender Schneefälle abgebrochen. Dann entschieden die Verantwortlichen, lediglich einen Durchgang zu werten. Begünstigt mit seiner frühen Startnummer legte er einen ziemlich starken Lauf hin, und alle Gegner spielten mit. „Ich kann es noch nicht fassen, was alles um mich herum geschieht“, meinte Eißler. „Plötzlich stehe ich im Rampenlicht – um mich herum die Stars der Szene.“ Er gab zwar zu, dass ihm die widrigen Umstände in die Karten spielten, „aber das war es nicht allein. Sicherlich war mein Lauf auch nahezu fehlerfrei und der beste, der mir bisher auf der Bahn in Winterberg gelungen ist.“ Als Kandidat für Olympia betrachtet Eißler sich dennoch nicht: „Das Team steht eigentlich schon. Mein Augenmerk richtet sich auf die nächsten vier Jahre.“

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Eißlers Erfolg glich im sonst eher berechenbaren Rennrodeln einer Sensation. Die Siege von Natalie Geisenberger sowie Tobias Wendl und Tobias Arlt waren dagegen standesgemäß. (dpa/FP/sg)