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Die Flut von 2010 ist fast überwunden

Die Schäden, die heftiger Regen vor drei Jahren anrichtete, sind kaum noch zu sehen. Aber reicht der Schutz jetzt aus?

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Von Thomas Möckel und Katarina Lange

Die Kraft des Wassers war enorm. Die Fluten des Stürzabaches haben gleich mehrere Brücken und Durchlässe weggespült. So schnell wie das Wasser kam, so schnell war es auch wieder verschwunden. Fast genauso wie die Schäden. Im Oktober 2012 konnte Dürrröhrsdorf-Dittersbach den letzten Flutschaden beseitigen. Damals wurde die Brücke über den Kalten Bach in Dittersbach erneuert und eingeweiht. In Dürrröhrsdorf-Dittersbach hatten sich die Flutschäden vom August 2010 auf rund 1,4 Millionen Euro summiert. Die Bilanz fiel höher als in Neustadt und Stolpen aus.

Um neuen Fluten vorzubeugen, will die Kommune in den Flutschutz investieren. Für den Stürzabach wird im Moment ein Hochwasserschutzkonzept entwickelt. Es wird ein nachhaltiger Wiederaufbauplan für das Einzugsgebiet am Stürzabach erarbeitet. Um einen nahezu optimalen Flutschutz für die Anwohner in Stürza zu erreichen, müsste die Gemeinde insgesamt vier Regenrückhaltebecken bauen. Diese sollen den Abfluss in den Stürzabach drosseln. Um alle empfohlenen Maßnahmen umzusetzen, müsste die Gemeinde jedoch rund 3,5 Millionen Euro investieren. Angesichts der angespannten Haushaltssituation ist das im Moment aber nicht möglich. Wie der konkrete Flutschutz am Stürzabach aussehen soll, damit muss sich der Gemeinderat noch auseinandersetzen. Im Herbst soll das konkrete Schutzziel festgelegt werden.