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Die Flutschäden sind nur eine Ursache

über die Preise von Handwerkerleistungen

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Sven Görner

Handwerk hat goldenen Boden. Dieser Spruch stimmte in den vergangenen Jahren nicht immer. Dass es den hiesigen Baugewerken derzeit gutgeht, scheint indes eine Tatsache zu sein, die kaum jemand bestreitet. Wer Fachleute für kleine Baureparaturen verpflichten will, hat schlechte Karten. Und selbst für größere Projekte ist es mitunter schwierig, Angebote von Firmen zu bekommen. Und wenn, dann sind diese mitunter so weit von der Kostenberechnung entfernt, dass sie wohl eher dem Zweck dienen, den Auftrag nicht zu bekommen. Denn die Auftragsbücher vieler Firmen sind voll.

Die Gründe dafür sind vielschichtig. Noch immer sind nicht alle Kita-Bauvorhaben fertig, die zuhauf gefördert werden, um den nun verbrieften Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz sicherzustellen. Zudem hat der lange Winter viele Baustellen über Monate ruhen lassen. Außerdem klagen immer mehr Firmen, dass ihnen qualifizierte Mitarbeiter fehlen. Die Juni-Flut hat die Lage zusätzlich verschärft. Dass in solch einer Situation Preise für Leistungen anziehen, ist normal. So ist nun einmal der Markt. Nicht vergessen werden darf, dass dabei auch die Preise für Baumaterial eine Rolle spielen.

Richtig ist aber auch, dass wer künftig weiter gut verdienen will, den Bogen nicht überspannen darf. Aus der Not anderer Kapital zu schlagen, wäre tödlich.