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Die Freiwillige Feuerwehr von Wehrsdorf bekommt jetzt ein neues Gerätehaus

Für den dringend nötigen Bau nutzt die Gemeinde Sohland Geld aus dem Konjunkturpaket. Auch Schule und Kita profitieren.

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Von Katja Schäfer

Eine reichliche halbe Million Euro bekommt Sohland aus dem zweiten Konjunkturpaket. Einen großen Teil davon will die Gemeinde für den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Wehrsdorf verwenden. „Wir hatten dieses Vorhaben zwar schon in unserem Investitionsplan drin. Aber ohne das Geld vom Bund hätten wir es erst zu einem späteren Zeitpunkt realisieren können“, sagt Bürgermeister Matthias Pilz (CDU). In den vergangenen Monaten ist untersucht worden, ob das alte Gerätehaus umfassend erweitert wird, oder ein Neubau an anderer Stelle sinnvoller wäre. Dafür kommen verschiedene Standorte in Betracht. Für Letzteres spricht, dass die derzeitige Lage an der Fichtestraße nicht gerade sehr optimal ist. „Bei der nächsten Gemeinderatssitzung am 16. April werden die verschiedenen Varianten vorgestellt“, kündigt der Sohlander Bürgermeister an.

Enge in der Fahrzeughalle

Die Investition – insgesamt sind für das Gerätehaus 550000 Euro veranschlagt – ist dringend notwendig. Die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Wehrsdorf bemühen sich schon mehr als zehn Jahren darum. Das derzeit genutzte Gebäude entstand durch Umbau einer ehemaligen Garage. 1997/98 wurden der Sozialtrakt und die Küche erneuert. Das größte Manko ist die Enge in der Fahrzeughalle. „Der Abstand zwischen den Garderoben und den Fahrzeugen beträgt gerade mal 60 bis 70Zentimeter. Die Gefahr ist groß, dass es zu Kollisionen kommt, gerade wenn es schnell gehen muss“, erklärte Ortswehrleiter Frank Baumhekel, als die Wehrsdorfer Kameraden sich 2007 im Gemeinderat für eine Verbesserung stark machten. Die Feuerwehr in Wehrsdorf besteht seit reichlich 130Jahren. Sie hat rund 25 aktive Mitglieder. Das Wehrsdorfer Gerätehaus ist das letzte alte in der Gemeinde. Die Gebäude in den Ortschaften Sohland und Taubenheim sind bereits erneuert worden.

Geld aus dem Konjunkturpaket will die Gemeinde Sohland außerdem in die Sanierung der Gerhart-Hauptmann-Mittelschule stecken. Das Verbindungsgebäude zwischen dem Altbau und dem neuen Teil soll so hergerichtet werden, dass die Wärmeverluste sich deutlich verringern. Das strebt die Gemeinde bereits seit einigen Jahren an. Bisher konnte das Vorhaben aber nicht realisiert werden, weil die beantragten Fördermittel ausblieben. Jetzt sind inklusive der Eigenmittel der Gemeinde 90000Euro für die Arbeiten vorgesehen.

Heizkosten sollen sinken

Die Heizkosten sollen auch in der Kindertagesstätte in der Ortschaft Taubenheim sinken. Entsprechende Sanierungsmaßnahmen sind das dritte Projekt, für das Sohland die finanziellen Mittel aus dem Konjunkturprogramm nutzen will. „Das Gebäude ist ein typischer Plattenbau aus DDR-Zeiten. Da muss einiges getan werden, um die Energieverluste zu senken“, erklärt Bürgermeister Matthias Pilz. Rund 55000Euro hat die Gemeindeverwaltung für die vorgesehenen Arbeiten insgesamt veranschlagt.