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Die Gangster-Boys aus Bautzen

Florian Schmidt und Markus Eisold gründeten vor 14 Jahren das Modelabel Yakuza. Das machte sie reich. Mit dem Geld kam der Streit. Nun gibt es zwei Yakuza-Marken. Beide haben ihre Fans, auch in der rechtsextremen Szene. War das gewünscht?

Martialisch sein, Tabus brechen, ein Geächteter sein - diese Botschaft vermittelt Yakuza Premium aus Radibor in seiner aktuellen Herbst-Winter-Kollektion. Das Foto entstand im April in Palmdale bei Los Angeles.
Martialisch sein, Tabus brechen, ein Geächteter sein - diese Botschaft vermittelt Yakuza Premium aus Radibor in seiner aktuellen Herbst-Winter-Kollektion. Das Foto entstand im April in Palmdale bei Los Angeles. © Foto: Jonas Mohr/Yakuza Premium Collection

Die Firmenzentrale des Modeunternehmers Florian Schmidt versteckt sich an einem Ort, der nicht recht zu ihm passen will. Er selbst sieht aus wie eines der Models aus den Katalogen seines Labels Yakuza-Premium: durchtrainiert, schlank, braungebrannt. Ein Mann mit überschäumend guter Laune. Auf seinem Instagram-Profil zeigt Schmidt sich gern an fernen Stränden, auf den Bildern sieht man dann das große Tattoo auf seinem Oberkörper.

Der Ort hingegen, der nicht recht passen will zu ihm, ist ein unscheinbarer Flachbau auf einem ehemaligen LPG-Gelände im Dörfchen Schwarzadler bei Bautzen. Aufgeplatzte Betonplatten, stillgelegte Silo-Anlagen, in die Jahre gekommene Hallen. Nur die dunklen edlen Limousinen vor der Tür wirken wie aus einer anderen Welt.

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Die Geschäfte von Yakuza-Premium laufen gut. Etwa 150.000 Kleidungsstücke verkauft der 35 Jahre alte Schmidt mit seinem Unternehmen nach eigener Auskunft von Ostsachsen aus – pro Jahr. Sweatshirts, Pullover und Hosen; Klamotten, die immer sportlich ausschauen sollen, vor allem aber auffallen durch martialische Aufdrucke wie Totenköpfe oder Waffen. Markenkleidung, die benannt ist nach der japanischen Mafia Yakuza – und die rund vier Millionen Euro Umsatz jährlich einbringt. Ein Erfolg, der auch darauf beruht, dass Schmidt seine Kunden an vieles denken lässt. Nur nicht an die Tristesse eines LPG-Geländes in Schwarzadler.

Nichts, aber auch gar nichts soll an die ostdeutsche Provinz erinnern, als Schmidt das Label vor 14 Jahren mit seinem damaligen Partner Markus Eisold gründet. „Los Angeles, Kalifornien, Gangster, tätowierte, harte Leute, danach sollten die Sachen aussehen“, erzählt Schmidt. „Genau so etwas verkauft sich gut.“ Yakuza wirbt mit Models, die, falls sie Männer sind, riesige Muskeln haben. Oder die, falls sie Frauen sind, riesige Brüste haben. Ein Werbevideo zeigt Männer, die noch mächtig sein sollen, und Frauen, die noch zu Diensten sein sollen. Die Marke hat sich ein Image aufgebaut, das auf Provokation angelegt ist. Und sie hat sich durchgesetzt. Ob beim "Tag der Sachsen",  in der Boxhalle oder in der Dorfdiskothek. Yakuza ist in bestimmten Kreisen zum Kult geworden, zum textilgewordenen Protest gegen das Establishment. Sie wird, ob ihre Macher das wollen oder nicht, auf Pegida-Demos ebenso getragen wie auf den Stadionrängen der Fußball-Ultras.

Wie Yakuza-Premium Kunden gewinnt

Der coole, gut gebaute Macho-Mann ist ein wichtiger Bestandteil der Kampagne von Yakuza Premium. Foto: Jonas Mohr/Yakuza Premium Collection
Der coole, gut gebaute Macho-Mann ist ein wichtiger Bestandteil der Kampagne von Yakuza Premium. Foto: Jonas Mohr/Yakuza Premium Collection
Sex-Appeal verkauft sich gut, ergänzt um die Rundungen eines US-Oldtimers. Gierig blickt der Mann. Foto: Jonas Mohr/Yakuza Premium Collection
Sex-Appeal verkauft sich gut, ergänzt um die Rundungen eines US-Oldtimers. Gierig blickt der Mann. Foto: Jonas Mohr/Yakuza Premium Collection
Mit solch durchtrainierten Models will Yakzua-Premium auch Käufer im gereiften Mannesalter gewinnen. Foto: Jonas Mohr/Yakuza Premium Collection
Mit solch durchtrainierten Models will Yakzua-Premium auch Käufer im gereiften Mannesalter gewinnen. Foto: Jonas Mohr/Yakuza Premium Collection
Der bewundernswerte Blick zum starken Mann: Auch diese Botschaft vermittelt die Yakuza-Werbung. Foto: Jonas Mohr/Yakuza Premium Collection
Der bewundernswerte Blick zum starken Mann: Auch diese Botschaft vermittelt die Yakuza-Werbung. Foto: Jonas Mohr/Yakuza Premium Collection

Hinter dem Erfolg stecken zwei Lausitzer, die mit ihrer Idee klein anfingen, viel arbeiteten und viel Geld verdienten. Die sich dann aber zerstritten und den Kontakt zueinander abbrachen. Aus Yakuza wurden zwei verschiedene Unternehmen und Marken: Yakuza und Yakuza-Premium. Zu unterscheiden sind sie für Außenstehende kaum, auch für viele Kunden nicht.

Anders als sein früherer Geschäftspartner Markus Eisold ist Florian Schmidt zu einem Treffen bereit. Er erzählt, wie er bei seiner Großmutter in Bautzen aufgewachsen ist. Dort, auf dem Dachboden, stellt er 2004 eine T-Shirt-Presse auf. Sein Kumpel Eisold entwirft die Motive. Zunächst läuft das als Nebenjob. Schmidt studiert noch in Dresden, Eisold arbeitet als Tätowierer in Bautzen. Schmidt sagt, der Name Yakuza sei ein Image-Symbol gewesen. „Tiefgründiger waren wir da nie. Auf den Namen gab es keine Markenrechte. Deshalb war es für uns auch nie nötig, selbst nach Japan zu fliegen.“ Stattdessen schauen sich die Jungunternehmer in Kalifornien um, in Los Angeles, an der Melrose Avenue. Dort inszenieren sie ihre Werbebilder. Für den Verkauf werden  Klamottenläden zu Hause in Ostdeutschland abgeklappert. Auch der Onlinehandel springt an. Produziert wird unter anderem in der Türkei und in Bangladesch.

Schmidt und Eisold gründen eine GmbH, auch um richtig Geld zu verdienen. „Geld, das war ein Antrieb“, sagt Schmidt. „Außerdem wollten wir unserer Leidenschaft nachgehen. Uns hatte es schon lange in die Nähe von harten Jungs und zur Tattoo-Szene hingezogen.“ Ihre Idee fällt genau in die Zeit, in der Gangster-Rap sich millionenfach verkauft und sich immer mehr Deutsche für Tattoos begeistern.

Die Oberlausitz hätte nicht zum Image gepasst

Die Öffentlichkeit aber bekommt vom Erfolg der Jungunternehmer kaum etwas mit. „Wir wollten selbst nie im Vordergrund stehen“, sagt Schmidt. „Und Geschichten aus der Oberlausitz, die hätten nicht zum Image gepasst.“ Gelegentlich berichtet die Lokalpresse. Ein Großenhainer Textilhändler erklärt dort, „Besitzer von Yakuza-Textilien kämen schon nicht in den Ruf, einem kriminellen Syndikat mit japanischem Ursprung anzugehören“. In Bautzen stellt ein Geschäftsmann seinen Laden auf Yakuza um, „aufgrund des guten Zuspruchs der Kultmarke“. Und über ein Stadtfest in Ostsachsen liest man: „Besonders eine Yakuza-Modenschau lockte die Jugend vor die Bühne.“ Die Gründer fahren inzwischen Porsche und ziehen nach Mallorca. Dort hätten sie nebeneinander gewohnt, erzählt Schmidt, „jeder in einem Penthouse, auf dem Dach gab es einen Swimmingpool.“ Doch die Jahre auf der Insel werden letztlich zu einer Zäsur, die Freundschaft zerbricht. „Wir haben uns immer mehr gestritten“, erzählt Schmidt. Seine Version: Es sei damals um die Strategie gegangen.

So bereitwillig Schmidt Auskunft gibt, so eisern schweigt Eisold. Der heute 42-Jährige, der eine Kochlehre absolvierte und sich als Tätowierer ausbilden ließ, schickt lediglich ein schriftliches Statement, in dem er die Entfremdung von Schmidt bestätigt: "2010 kommt es zum Bruch. Eine Zusammenarbeit ist nicht mehr denkbar." Nach der Trennung machen Schmidt und Eisold mit eigenen Kollektionen weiter. Schmidts Label heißt nun eben Yakuza-Premium, das von Eisold einfach nur Yakuza. Während Schmidt die Lagerhalle in Schwarzadler bezieht, entscheidet sich Eisold für ein altes Fabrikgebäude in Bautzen. Allein 2016 macht er mit seiner Elf-Mann-Firma einen Nettogewinn von rund 1,2 Millionen Euro. Ein Vertrauter stellt nüchtern fest: „Nach der Trennung wurden aus einem Kuchen zwei Muffins gemacht. Heute sind aus den Muffins wieder zwei Kuchen geworden.“ Vor allem Eisold setzt mit Yakuza weiter auf das Outlaw-Image. „Yakuza versteht sich ebenso als Underdog und Provokation für die gesellschaftlichen Werte und Normen“, heißt es in einer Markendarstellung.

Vielleicht sind solche Sprüche ein Grund dafür, dass Yakuza auch, sagen wir, schwierige Klientel anzieht. Schmidt und Eisold müssen sich inzwischen mit der Tatsache auseinandersetzen, dass ihre Designs auch einige Anhänger der Rechtsextremen- und Hooligan-Szene zu ihren Produkten greifen lassen: Bei einem Neonazi-Treffen Anfang November im ostsächsischen Ostritz etwa waren Yakuza-Shirts immer wieder zu sehen. Auch im Sortiment einschlägiger rechter Szeneläden sind beide Marken zu finden. Rechtsextremisten tragen Yakuza-Sachen mitunter bei Gerichtsprozessen, und auch bei den teils extremistischen Demonstrationen in Chemnitz waren die Label zu entdecken.

Auf dem Neonazi-Treffen "Schild und Schwert" Anfang November im ostsächsischen Ostritz waren Yakuza-Klamotten durchaus keine Seltenheit.
Auf dem Neonazi-Treffen "Schild und Schwert" Anfang November im ostsächsischen Ostritz waren Yakuza-Klamotten durchaus keine Seltenheit. © Foto: Paul Sander

Eisold musste sich als Erster der Frage stellen, wie er zu dieser Szene steht. Anfang der 2000er-Jahre war er Teilhaber eines Tattoo-Studios in Bautzen. Das existiert noch immer, Eisolds früherer Tätowierer-Kompagnon hat es übernommen. Der war einst in der Neonazi-Szene aktiv, sagt, dass er aber schon seit vielen Jahren „komplett raus“ sei aus der Szene. Zusammen mit Eisold habe er einst den Anführer der sächsischen Hammerskins im Gefängnis besucht. „Man kannte sich zu dieser Zeit eben.“ Im Oktober 2015 nimmt Eisold öffentlich dazu Stellung: Ja, er habe den Chef der Hammerskins gekannt, doch der Kontakt „bezog sich vorrangig auf meinen beruflichen Part als Tätowierer“. Er selbst sei „nie Teil einer rechtsextremistischen Vereinigung oder ähnlicher Organisationen gewesen“. Yakuza unterscheide „nicht zwischen schwarz und weiß oder gläubig und ungläubig, sondern ausschließlich zwischen Arschloch und Nicht-Arschloch“.

"Yakuza trägt jeder Prolet"

Diese Stellungnahme gelte „nach wie vor uneingeschränkt“, schreibt Eisolds Anwalt heute. Man achte sogar darauf, wer die Yakuza-Mode vertreibt: Schon 2013 habe man einem Neonazi-Geschäft in Pirna den Verkauf von Yakuza untersagt, zwei Jahre später auch einem Laden in Berlin. Eisolds Anwalt betont, es könne seinem Mandanten nicht zugemutet werden, „jeglichen gewerblichen Endkunden auf eine mögliche politische Ausrichtung zu überprüfen“. Eisolds früherer Kollege aus dem Bautzner Tattoo-Studio sagt es lapidar: „Yakuza trägt jeder Prolet, egal, ob aus der rechten Ecke oder ganz normale Leute.“ Dem Markus gehe es hauptsächlich ums Verkaufen.

Wohl auch deshalb trat Eisold vor ein paar Jahren in einer TV-Show namens „Horror Tattoos – Deutschland, wir retten deine Haut“ auf. Eisold half da, „handwerklich versaute Tattoos in neue Kunst zu verwandeln“. Inzwischen hat er sich aus dem Fernsehen zurückgezogen, kam nur noch einmal in die Schlagzeilen: Als ihm im März 2018 sein 250.000 Euro teurer Bentley aus der Garage geklaut wurde.

Die Jury aus der ersten Staffel der Fernsehsendung "Horror-Tattoo - wir retten deine Haut". Zweiter von links ist Markus Eisold.
Die Jury aus der ersten Staffel der Fernsehsendung "Horror-Tattoo - wir retten deine Haut". Zweiter von links ist Markus Eisold. © Foto: youtube

Und Florian Schmidt? Er hat seine Marke „Yakuza-Premium“ inzwischen ein bisschen bodenständiger aufgestellt. Die Kollektionen seiner Marke sind nach wie vor geprägt vom Yakuza-Image der ersten Tage. Aber: „So hart wie früher will ich nicht mehr sein, das Image soll bürgerlicher werden.“ Pornografie und übertriebene Gewalt seien kein Bestandteil seiner Werbung mehr. Und dennoch: „Es kommt ab und zu vor, dass uns Leute fragen, ob Yakuza-Premium irgendwie rechts ist.“ Wenn er darüber spricht, gestikuliert er viel. Es wirkt nicht so, als wolle er sich verteidigen. Auf der Homepage von Yakuza-Premium steht sogar ein Anti-Rassismus-Statement. Das sei ihm wichtig, sagt er. Dann überlegt er: „Aber ist es unsere Aufgabe, ein Anti-Rassismus-Image aufzubauen? Dann kippt das vielleicht wieder in die andere Richtung. Wir wollen weiterhin strikt unpolitisch bleiben.“

Unpolitisch bleiben. Wie ein Mantra tragen das die Yakuza-Gründer vor sich her. Und zumindest bei Schmidt ist eine tiefsitzende Gleichgültigkeit gegenüber gesellschaftlichen Vorgängen festzustellen. „Ich bin politisch nicht so informiert“, gesteht er. „Ich weiß, dass es eine AfD gibt, die stark ist, das kriege ich schon mit. Aber ich bin da politisch ungebildet."

"Eine Frau mit großen Brüsten, das verkauft sich eben"

Er unterbricht das Gespräch, holt seinen neuen Katalog. „Sehen Sie“, sagt Schmidt, „wir machen Kampagnen mit Models, die eindeutig als Migranten zu erkennen sind. Hier, das ist ein Mexikaner. Und hier, das ist eine bekennende Jüdin. Sie hat einen Davidstern zwischen ihren Brüsten tätowiert.“ Schweigen im Raum, denn auf dem Foto sieht man keinen Davidstern, sondern vor allem sehr große Brüste. Schmidt kontert sofort. "Klar, das ist auch Sexismus“, sagt er. „Da müssen wir nicht drüber reden. Aber das ist nun mal von Beginn an unser Image, unsere Kunden wollen das sehen. Eine Frau mit großen Brüsten, das verkauft sich eben.“ Er fügt hinzu: "Und mal ehrlich, so etwas ist doch immer schön anzusehen. Das Schönheitsideal und die öffentliche Aufmerksamkeit gehen deutlich in Richtung solcher Models."

„Und mal ehrlich, so etwas ist doch immer schön anzusehen. Das Schönheitsideal und die öffentliche Aufmerksamkeit gehen deutlich in Richtung solcher Models", sagt Yakuza-Mitgründer Florian Schmidt zum Thema Sexismus.
„Und mal ehrlich, so etwas ist doch immer schön anzusehen. Das Schönheitsideal und die öffentliche Aufmerksamkeit gehen deutlich in Richtung solcher Models", sagt Yakuza-Mitgründer Florian Schmidt zum Thema Sexismus. © Foto: Jonas Mohr/Yakuza Premium Collection

Wenn man Schmidt fragt, warum das Yakuza-Premium häufig in Frakturschrift gehalten sei, reagiert er tatsächlich überrascht. Dabei habe er sich nichts gedacht: "Wir haben die Schrift genommen, weil sie gut aussieht", sagt er. Dass auch Rechtsextremisten gerne zur Frakturschrift greifen, habe er nicht gewusst. Das Layout wolle er schnell ändern. "Ich will den Rechten keinen Anlass geben, meine Sachen zu kaufen", sagt er.

Kann es sein, dass es da eine Marke mit der Zuwendung zum Anti-Establishment einfach übertrieben hat? Womöglich nicht einmal bewusst? Ist das also Naivität? Oder doch Strategie? Schwer zu beurteilen.

Fest steht: Yakuza lohnt sich. Anfangs, nach der Trennung von Eisold, sei es ihm finanziell nicht gut gegangen, sagt Schmidt. „Ich hatte Schulden und einige Fehlinvestitionen.“ Inzwischen habe er es zwar privat noch nicht zum Millionär gebracht, „aber es geht mir sehr gut.“ Vor der Tür steht sein Mercedes-AMG, den Jahresurlaub hat er auf einem Katamaran in der Karibik verbracht. Ohnehin führen ihn seine „Arbeitsreisen“ um die halbe Welt. Kapstadt, Wien, Los Angeles, Malibu, Bangkok sind nur einige seiner vielen Ziele. Etwa die Hälfte des Jahres sei er dienstlich unterwegs, sagt Schmidt.

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Dann muss er sich verabschieden. Ein fester Händedruck noch, ein gewinnendes Lächeln, und schon sitzt Schmidt in seinem Wagen. Er muss zum Textillager nach  Schwarzadler, die fremden schwarzen Limousinen gehören chinesischen Geschäftspartnern.

„Bei uns ist das Image nur Business“, hatte er einmal im Gespräch gesagt. Zwischendurch, wenn er nach Hause in die Lausitz komme, übernachte er immer noch bei seiner Oma.

Die Recherche entstand in Kooperation mit der Wochenzeitung Die Zeit.