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Die Garteneisenbahn hat auch im Winter Saison

Bei den Jahnataler Gartenbahnern dreht sich alles um Züge. Die lassen sie in der Mehrzweckhalle fahren.

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Von Sylvia Mende

Sie selbst nennen sich Spaß- und Spielbahner, die Jahnataler Gartenbahnfreunde. Doch wer von ihnen erfährt, was es bedeutet, den Gartenbahntag in Ostrau vorzubereiten, erkennt schnell, dass dies nicht nur Spaß und Spiel ist. Seit Oktober sitzen Achim Thomas, Ronald Fries und Torsten Pfundt an den Planungen für das erste Märzwochenende. Sie wollen den Gästen und Gastfahrern etwas Außergewöhnliches bieten. Es wird eine große Anlage auf zwei Ebenen entstehen. Auf dieser fahren dann der „Wilde Robert“ von Torsten Pfundt aus Stauchitz, die Deutsche Reichsbahn von Achim Thomas und amerikanische Züge von Ronald Fries aus Ostrau. Genaueres verraten die Gartenbahner noch nicht. Schließlich wollen sie ihre Gäste überraschen. Um die Anlage aufzubauen, sind allein 60 Unterstellböcke, 30 Platten und 120 Meter Gleis notwendig. Während vor ein und zwei Jahren für diese Zwecke die privaten Anlagen geplündert wurden, halten die Garteneisenbahner nun dieses Material extra vor. Nur die Gebäude, Figuren und Loks ziehen von der Heimanlage mit in die Mehrzweckhalle um. „Der Gartenbahntag, der ein ganzes Wochenende dauert, ist schon eine logistische Herausforderung“, sagte Ronald Fries. Vor fünf Monaten begann er mit den Entwürfen für die Gleispläne. Zehn sind entstanden – auf einen haben sich die Jahnataler Gartenbahner nach vielen Diskussionen geeinigt. Drei Wochen wurden dann noch für die Feinplanung am Computer benötigt. Weihnachten war alles fertig. Doch bei den Vorbereitungen geht es nicht nur um den Aufbau der Anlage. Es müssen Verträge und Versicherungen abgeschlossen sowie die Werbetrommel gerührt werden. Flyer und Plakate sind schon gedruckt. „Wir sind alle bei den Spaßbahnern und vier weiteren Foren unterwegs“, sagte Torsten Pfundt. Auch in der Gartenbahnzeitung, die deutschlandweit erscheint, werden die Ostrauer und der Stauchitzer für ihre Veranstaltung werben. Dass diese gut angenommen wird, wissen sie aus dem vergangenen Jahr. Die Halle an der Döbelner Straße bietet eine familiäre Atmosphäre und auch einige Annehmlichkeiten für die Gäste. So ist die Mehrzweckhalle fast ebenerdig, gut zu erreichen und die gastronomische Versorgung durch die Bauernstube gleich nebenan gesichert. Die drei Herren, die stets tatkräftig von ihren Frauen unterstützt werden, beginnen am Freitag, 28. Februar, mit dem Aufbau. Gegen 16 Uhr soll die große Platte stehen. Dann kommen die Frauen, um die Ausgestaltung zu übernehmen. Unterstützung bei den Vorbereitungen erhalten die Modellbahner auch von der Gemeinde, bei der sie sich bedanken. Nun können es die Bahnfreude kaum erwarten, bis in zwei Wochen wieder Freitag ist, und sie loslegen können.