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Die Gefahr im Spiegel

An einer Kreuzung in Niederwartha zur B 6 wird das Abbiegen zur Mutprobe. Die Stadt hat die Stelle besichtigt.

Von Lars Kühl

Vater, Mutter und Kinder

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Niederwartha. Wer in Niederwartha mit dem Auto vom Bahnhof oder dem Parkplatz kommt, hat an der Kreuzung zur Bundesstraße 6 ein Problem. Die kleine Straße Am Fährhaus trifft im rechten Winkel auf die Meißner Straße. Abbiegen nach rechts in Richtung Meißen, kreuzen zum Weistropper Berg oder nach links in Richtung Dresden beziehungsweise Radebeul fahren sind möglich. Nur eben nicht ungefährlich.

Gegenüber, am Gasthof Niederwartha, in dem inzwischen ein italienisches Restaurant beheimatet ist, schaut der Autofahrer nicht nur in einen Wust aus Werbeschildern. Auch ein Spiegel ist angebracht. Er soll anzeigen, wenn von links Fahrzeuge nahen. Die sind meist ziemlich zügig unterwegs, schließlich rollen sie auf einer Bundesstraße. Problematisch ist allerdings, dass die Autos und Motorräder dann auch schnell im Kreuzungsbereich sind, wenn sie im Spiegel auftauchen. Ein Überqueren der Fahrbahn oder ein Linksabbiegen verlangen so zügiges Anfahren und eine Portion Mut. Ursache für den unübersichtlichen Zustand ist ein Haus zur Linken, das die freie Sicht auf die Bundesstraße verdeckt. Dass die Stelle gefährlich ist, wurde kürzlich noch einmal im Cossebauder Ortschaftsrat angesprochen.

Auf Initiative der Sächsischen Zeitung hat die städtische Straßenverkehrsbehörde eine Ortsbesichtigung durchgeführt. Das Ergebnis wird die Niederwarthaer nicht erfreuen. „Die Kreuzung ist keine Unfallhäufungsstelle“, erklärt Baubürgermeister Jörn Marx (CDU). Dass die Sicht behindert ist, stellten seine Mitarbeiter fest. Dies sei vor allem der Fall, „wenn auf dem privaten Gewerbegrundstück vor dem Haus Nr. 32/32a Fahrzeuge parken“. Diese Einschränkung könne der Verkehrsspiegel nur bedingt ausgleichen, räumt Marx ein. „Eine andere Aufstellung ist wegen der Kreuzungsgeometrie aber nicht möglich.“

So wichtig scheint die kleine Straße der Stadtverwaltung ohnehin nicht zu sein. Schließlich betont das Rathaus in seiner Antwort, dass die Einmündung nur für die Erschließung weniger Grundstücke wie des Biergartens Fährhaus da sei, dazu noch als Zufahrt zum Haltepunkt Niederwartha und zum Pumpspeicherwerk.

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