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Die Gemäldegalerie zeigt ihre Glanzlichter

Von der „Sixtina“ zur „Venus“: Die Dresdner Alten Meister zeigen bis zur kompletten Wiedereröffnung im Dezember 55 ihrer Publikumslieblinge.

Giorgiones „Schlummernde Venus“
Giorgiones „Schlummernde Venus“ © Gemäldegalerie Alte Meister

Besucher der Dresdner Gemäldegalerie wollen Raffaels „Sixtinische Madonna“. Girogiones „Schlummernde Venus“, Vermeers „Bei der Kupplerin“ und natürlich Bellotos Dresdner Stadtansichten sehen. Die berühmtesten Dresdner Bilder der Alten Meister sind auch die beliebtesten.

Deshalb hat das Museum 55 Glanzlichter jetzt in einer Sonderausstellung zusammengebracht. Natürlich ist auch Cranach dabei, flankiert von Dürer, Mantegna, Tizian, Rubens und Rembrandt. Es ist ein Ritt durch Schulen und Epochen von der Frührenaissance bis zur Aufklärung, der die Wartezeit bis zur kompletten Wiedereröffnung der Gemäldegalerie überbrückt.

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Seit 2013 wurde und wird die Sempergalerie am Dresdner Zwinger etappenweise renoviert. In der ersten Bauphase wurde bis 2015 der Ostflügel erneuert. Komplettschließungen blieben die Ausnahme.

Das gesamte Gebäude, das nach Plänen von Gottfried Semper 1855 als hochmoderner Museumsbau errichtet wurde, brauchte dringend eine Verjüngungskur. Dabei wird die historische Grundstruktur des Museumsbaus nicht verändert. Aber Besucherführung, Fluchtwege, Barrierefreiheit, Raum- und Klimatechnik sollen modernisiert und optimiert werden. 

Am Mittwoch wird das sanierte Gebäude vom Sächsischen Bau- und Immobilienmanagement an die Staatlichen Kunstsammlungen übergeben, die das Museum in der letzten Phase des Ausstellungsaufbaus noch einmal komplett schließen müssen.

Die neu eingerichtete Galerie Alte Meister wird ab 7. Dezember wieder eine reiche Auswahl aus dem 3.800 Gemälde umfassenden Bestand präsentieren. Die Konzeption von Galeriedirektor Stephan Koja und seinem Team folgt einer „geografischen“ Hängung nach Schulen und wird konzentriert Hauptthemen der jeweiligen Zeit präsentieren. 

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Außerdem will Koja, der auch die Skulpturensammlung bis 1800 betreut, die Bedeutung der antiken Skulptur für die Malerei der Renaissance und des Barock anschaulich zeigen. Interessante Gegenüberstellungen sind zu erwarten. Die Skulpturenhalle im Ostflügel der Sempergalerie, die bis ans Ende des 19. Jahrhunderts die historischen Gipsabgüsse der Sammlung Mengs präsentierte, wird die Antiken ins rechte Licht setzen. 

„Glanzlichter“ bis 3. November im Semperbau am Dresdner Zwinger (Theaterplatz 1), Di – So 10 – 18 Uhr. Geschlossen bleibt die Gemäldegalerie vom 4. November bis 6. Dezember. Wiedereröffnung am 7. 12. 2019.