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Die geraubten Enten

Gleich zwei der hübschen Tiere aus dem Schiebocker Zoo wurden Opfer eines Fuchses. Sie waren leichte Beute.

Von Carolin Menz

Der Fuchs hat die Enten gestohlen aus dem Tierpark Bischofswerda. Die schönsten Pommernenten noch dazu. Tierparkchefin Silvia Berger ist an sich eine große Tierfreundin – logisch. Aber ihr Verständnis für den Räuber Rotfuchs aus dem Bischofswerdaer Grüneck hält sich jetzt in Grenzen. Sie ist richtig sauer, dass er so kaltblütig zugeschlagen hat und gleich zwei der drei Pommernenten des Zoos verschwunden sind. Der Rotfuchs hat sich in zwei Nächten in den Tierpark geschlichen, hungrig, auf der Jagd nach leichter Beute. Wohl konnte er über einen Zaun nahe des Bärengeheges springen. Schon immer mal war der Fuchs ungebetener Gast mit Appetit. Im Winter hat Silvia Berger Abdrücke einer Pfote dort am Bärengehege gesehen, deshalb die konkrete Vermutung. Der Rotfuchs ist zudem ein wahrer Kletterkünstler, kann Zäune problemlos überwinden. Und nun das. Die Enten, die nachts nicht eingesperrt sind, wurden jüngste Opfer. Am Morgen nach dem Raub fand Silvia Berger nur noch ihre schwarzen Federn, verstreut im Zoo. Die Pommernenten dürften kein schönes Ende gehabt haben. Doch warum gerade sie? Zum Verhängnis wurde ihnen wohl, dass sie etwas behäbiger sind als die anderen Enten und Gänse, die rund um den Tierparkteich leben. „Wenn die Enten Gefahr lauern, retten sie sich sofort aufs Wasser“, sagt Silvia Berger. Der Fuchs mag das nicht so gern. Doch den Pommernenten gelang die Flucht eben nicht so schnell wie anderen. Erst recht wenn sie weiter abseits vom Wasser ruhten, hatte der Fuchs ein sehr leichtes Spiel. Silvia Berger ist traurig, der Verlust der beiden Pommernenten ist ein schmerzlicher. Weil die Tiere so besonders hübsch anzuschauen waren in ihrem weiß-schwarzen Gefieder und ohnehin sehr selten sind. Von Bauernhöfen sind sie heute fast gänzlich verschwunden, werden kaum mehr in der Landwirtschaft gehalten. Und nun schwimmt nur noch eine verlorene Pommernente übers Wasser. Silvia Berger hofft inständig, dass die nicht auch noch der Fuchs holt. Doch bekanntlich ist er schlau. Weiß nun genau, dass er im Tierpark an Fressen kommt. Deshalb soll ihm nun zunächst ein Wellblech am Zaun den Weg versperren.

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Tierpark Bischofswerda, geöffnet täglich von 10 bis 18 Ihr, Erwachsene zahlen 3, Kinder 2 Euro Eintritt.