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Pirna

Die großen Aufgaben für Stadt Wehlen

Der neue Stadtrat muss sich weiter mit der Beseitigung der Flutschäden befassen.

Der Elbeparkplatz in Stadt Wehlen wurde nach dem letzten Hochwasser 2013 für rund 1 3 Millionen Euro grundhaft erneuert.
Der Elbeparkplatz in Stadt Wehlen wurde nach dem letzten Hochwasser 2013 für rund 1 3 Millionen Euro grundhaft erneuert. © Norbert Millauer

Um die zehn vorhandenen Plätze im Stadtrat von Stadt Wehlen bewerben sich am 26. Mai insgesamt 14 Kandidaten.

In den vergangenen fünf Jahren waren Vertreter der unabhängigen Liste, der CDU und der Linken im Parlament vertreten. Jetzt wirbt dazu noch ein Kandidat der Grünen um einen Platz am Sitzungstisch.

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Die wichtigsten Projekte der vergangenen Legislaturperiode

In den letzten fünf Jahren waren die Stadträte vor allem damit beschäftigt, die Schäden des verheerenden Hochwassers von 2013 zu beseitigen. Es wurde geplant, koordiniert und gebaut. Die Stadt konnte zum Glück auf Fördergelder zugreifen, so das etwa 21 Millionen Euro zum Wiederaufbau bereitstanden. Die großen Schwerpunkte waren hierbei die Instandsetzung des Wilkebaches in Dorf Wehlen, die Sanierung des Elbeparkplatzes in Stadt Wehlen, die Erneuerung des Freizeitbades Pötzscha sowie die Komplettsanierung einer Flutrinne im Ortsteil Zeichen. Außerdem konnten in Pötzscha und Stadt Wehlen zwei neue Feuerwehrgerätehäuser gebaut werden. Einige dieser Vorhaben sind noch nicht abgeschlossen und werden auch den neuen Stadtrat beschäftigen.

Der neue Sportplatz in Stadt Wehlen ist für 800 000 Euro gebaut worden.
Der neue Sportplatz in Stadt Wehlen ist für 800 000 Euro gebaut worden. © Millauer

Die Aufgaben für die neuen Stadträte in den nächsten fünf Jahren

In den nächsten Jahren muss sich der neu zusammengesetzte Stadtrat vorrangig um den Tourismus und die Belebung der Innenstadt kümmern.

Der zunehmende Übernachtungstourismus von Wohnmobilien an der Elbe stellt derzeit ein Problem dar, für das Wehlen eine Regelung finden muss. Weil immer mehr Geschäfte verschwinden und demnächst auch der Allgemeinarzt seine Zweigstelle in Stadt Wehlen schließt, braucht Wehlen Ideen für ein funktionierendes Dienstleistungsangebot. Die CDU denkt über einen Busshuttle nach, um ältere sowie nichtmobile Menschen nach Lohmen zum Arzt und zum Einkaufen bringen zu können. In den 90er-Jahren gab es in Wehlen noch Bäcker, eine Drogerie und zwei Ärzte. Seitdem im letzten Jahr der Lebensmittelladen geschlossen hat, übernimmt ein Automat mit Getränken und Essen für den kleinen Hunger neben dem Rathaus mehr schlecht als recht dessen Aufgabe. Und auch die Restaurants sind dringend auf eine Belebung der Stadt angewiesen.

Auch das Thema Straßensanierung steht auf der To-do-Liste. So befindet sich die Straße zwischen Dorf Wehlen und Lohmen in einem sehr schlechten Zustand. Die Kreisstraße wird bei Touristen als „Panoramastraße“ angepriesen, obwohl sie eher einer Schüttelpiste gleicht. Ähnlich sieht es auch auf einigen Straßen in Pötzscha aus, die dringend saniert werden müssten.

Die Straße von Dorf Wehlen nach Lohmen müsste saniert werden.
Die Straße von Dorf Wehlen nach Lohmen müsste saniert werden. © Millauer

In der kommenden Legislaturperiode müssen sich die Stadträte ebenfalls um das marode Sportlerheim in Stadt Wehlen kümmern. Im Bereich Brandschutz und Katastrophenschutz müsste Geld in das dritte Feuerwehrgerätehaus in Dorf Wehlen investiert werden.

In Planung sind derzeit bereits die Anschaffung eines wasserführenden Löschfahrzeuges für die Feuerwehr Pötzscha und die Modernisierung der Grundschule und der Kindertagesstätten.

Das Besondere für Wähler aus Pötzscha

Da es in Pötzscha kein Wahllokal geben wird, zahlt Wehlen den etwa 200 Pötzschaer Einwohnern die Tickets für die Überfahrten mit der Elbfähre am 26. Mai, damit sie zur Wahl gehen können. Zwei Wahllokale werden von 8 bis 18 Uhr öffnen: In Dorf Wehlen in der Kita Pusteblume auf der Schulstraße 6, und in Stadt Wehlen in der Friedrich-Märkel-Grundschule auf der Lohmener Straße 3.

Alle Kandidaten im Überblick

Unabhängige Liste (UL): Thomas Mathe, Bauunternehmer; Matthias Fröde, Elektromeister; Jens-Uwe Höhne, Kfz-Meister; Robby Waschk, Chemiefacharbeiter; Uwe Rietzschel, Tischlermeister; Heiko Jaensch, Dipl.- Ing. Agrarwissenschaft

Christlich Demokratische Union (CDU): Horst Flössel, Elektromonteur; Roger Führmann, Kriminalbeamter; Mike Hoffmann, Handwerksmeister; Mirko Leupert, Trockenbaumontur; Frank Wuschick, Handwerksmeister/Geschäftsführer

Die Linke: Petra Kunzendorf, Erziehungswissenschaftlerin, Günther Rösel, Rentner

Bündnis 90/Die Grünen: Tilo Schneider, Chemiefacharbeiter

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Die Spitzenkandidaten der vier Parteien und ihre Ziele