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Die grüne Wiese hat auch Vorteile

über Bau- und andere Märkte am Stadtrand

Ralph Schermann

Erinnern Sie sich noch: Werkzeuge gab es beim Eisenwarenhändler, Tapeten im Farbenladen, Zement im Baustoffhandel, dies und das im „Bastlerfreund“ – und alles war immer knapp. Heute gibt es von der Klobrille bis zum Rasentraktor alles konzentriert und in Mengen, die kein Heimwerker schafft.

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Baumarkt heißt das und wurde als „Hardware Store“ in den USA erfunden. 1960 startete „Bauhaus“ in Westdeutschland, 1968 folgte Hornbach mit der Erfindung des angekoppelten Gartenmarktes. Der Handel sagt heute Baumarkt nur zu Einrichtungen über 1 000 Quadratmeter. Davon gibt es rund 2 500 in Deutschland.

Sie konkurrieren aber mit den Innenstädten, denn sie sind der Inbegriff des von manchen verteufelten „Handels auf der grünen Wiese“. Der Streit mag die Lebensmitteldiscounter treffen, für Baumärkte ist er müßig. Sie sind als Komplex im Zentrum nicht machbar, haben nur am Ortsrand die nötigen Parkplätze, bringen dem Stadtsäckel Steuern und führten sogar zur Erweiterung des Straßenbahnnetzes. Wenn sich mit Praktiker aus Görlitz nun einer verabschiedete und mit Toom einer verkleinert, der Bedarf also sinkt, sollte dennoch keine Lücke bleiben. Der Vorschlag aufgeteilter kleiner Fachmärkte scheint da ein überlegenswertes Konzept zu sein. Es gibt sicher genügend Segmente, die auch dem Innenstadthandel nicht in die Quere kommen.