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Feuilleton

Die Kruzianer singen ein neues Lied

Dresdens Kreuzchor verändert seine Arbeitsweise und schützt die Knaben vor zu großer Belastung. Dazu gibt es nun einen neuen Vertrag, der nicht allen gefällt.

Kurze Pause vor dem nächsten Lied: Die Rasselbande der Kruzianer mit Kreuzkantor Roderich Kreile in der Kreuzkirche, der auch künftigen Hauptwirkungsstätte des Dresdner Kreuzchores. Freilich ist der mehr denn je auch auf weltlichen Podien gefragt
Kurze Pause vor dem nächsten Lied: Die Rasselbande der Kruzianer mit Kreuzkantor Roderich Kreile in der Kreuzkirche, der auch künftigen Hauptwirkungsstätte des Dresdner Kreuzchores. Freilich ist der mehr denn je auch auf weltlichen Podien gefragt © Matthias Krüger

Noch singen die Kruzianer ihren vertrauten Felix Mendelssohn-Bartholdy „Warum toben die Heiden“. Dabei stimmt der Psalm, ein Gotteslob, so nicht mehr. Denn seit der Dresdner Kreuzchor sich mit Auftritten wie dem Konzert im Dynamo-Stadion und dem Striezelmarkt-Singen verstärkt an alle Dresdner – und nicht nur an die Gläubigen in der Kreuzkirche – wendet, dürfte kein Konfessionsloser mehr toben. Im Gegenteil, der Zuspruch der Bürger, die den städtischen Chor finanzieren, wächst. Dafür sind manche Mitglieder der Kreuzkirchgemeinde und Alt-Kruzianer erbost: Weil der Chor die heiligen Hallen verlässt, er quasi mit allen zu teilen ist und weil die Kruzianer weniger liturgische Dienste zu leisten haben. Und das ist nun gar festgeschrieben. Am Montag unterzeichneten Dresdens Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) und der Pfarrer der Kreuzkirchgemeinde Holger Milkau einen entsprechenden Vertrag. Der ist unbefristet und regelt erstmals umfassend die wichtigsten Details der Beziehung Stadt Dresden/Kreuzchor und Kreuzkirche. Bislang gab es eher allgemein gehaltene Vereinbarungen.

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