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Die letzten Brücken werden saniert

Die Instandsetzung nach dem Hochwasser von 2013 in Dipps geht dem Ende zu. Die letzten von 162 Aufträgen beginnen jetzt. Das sind zwei Brücken in Reichstädt.

Diese Bogenbrücke überquert den Dorfbach in Reichstädt. Ihre Sanierung beginnt im Herbst.
Diese Bogenbrücke überquert den Dorfbach in Reichstädt. Ihre Sanierung beginnt im Herbst. © Karl-Ludwig Oberthür

Nur die ganz schwierigen Bauvorhaben sind noch nicht abgearbeitet. 162 Hochwasserschäden hat die Stadt Dippoldiswalde nach der Juniflut 2013 verzeichnet mit Schwerpunkten in Sadisdorf und Reichstädt. Davon sind inzwischen die allermeisten wieder instandgesetzt worden. Rund 30 Millionen Euro hat die Stadt Dippoldiswalde bisher ausgegeben, die aber vom Land und Bund übernommen werden.

Vier Bauvorhaben sind im Moment noch offen, zwei beginnen dieses Jahr. Bei zwei anderen ist das noch ungewiss. Sie liegen bei der Landesdirektion, weil die betroffenen Anlieger nicht einverstanden sind. Dabei geht es um die geplante Verlegung des Firstenbachs im Oberdorf von Reichstädt. Um gegen den Willen der Anlieger zu bauen, wäre eine Planfeststellung erforderlich. Das ist Sache der Landesdirektion. 

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Kompromiss für die Brückendenkmale

Bei zwei Brücken hat sich die Bauvorbereitung aus einem anderen Grund lange hingezogen. Beide stehen unter Denkmalschutz. Aber beide sind zu klein, um ein größeres Hochwasser durchleiten zu können, und zu leicht, um heutige Traktoren oder Lkw auszuhalten. Der Kompromiss sieht so aus, dass die Brücke an der Obercarsdorfer Straße durch einen Neubau ersetzt wird. Dafür hat inzwischen das Bauunternehmen Hartmann den Auftrag für rund 292.000 Euro erhalten, informierte Marco Görner vom Ingenieurbüro ICL, das die Hochwasserarbeiten in Dippoldiswalde koordiniert.

Bogen bleibt erhalten und wird mit Stahl verstärkt

Hingegen bleibt die Bogenbrücke im Unterdorf erhalten. Dort wird eine Doppelkonstruktion errichtet. In den alten Bogen wird eine Stahlkonstruktion eingebaut, die man von außen nicht sieht, die aber auch schwere Fahrzeuge aushält. Das sieht dann historisch korrekt aus, hat aber für den Hochwasserschutz einen Nachteil: Die Brücke wird nicht größer. Bei einem größeren Hochwasser wird sie das Wasser aufstauen. Es tritt über die Ufer. Doch das nehmen die Planer hin, weil dort im Unterdorf keine Häuser mehr stehen, die dadurch Schaden nehmen könnten. Diese Arbeiten werden im Juli ausgeschrieben und sollen im September beginnen, teilte Görner weiter mit.

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