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Die Lieblingsstadt am Finger

Nicht nur Dresden-Fans fragen bei Juwelier Netz nach der Altstadt-Silhouette in Gold, Silber und mit Brillanten.

Von Kay Haufe

Mit aufgesetzter Dresden-Tümelei kann Imke Netz nicht viel anfangen. Ein objektiver Blick auf die alte und neue Architektur ihrer Stadt ist der Geschäftsführerin des Juwelierladens Netz wichtig. „Aber ich liebe die Altstadt-Silhouette, weil sie so außergewöhnlich ist“, sagt die 49-Jährige. Keine Sekunde hat sie deshalb gezögert, als ein Schmuckvertreter ihr einen besonderen Ring in 925er-Silber anbot. Er zeigte genau diese Lieblings-Silhouette. Netz griff zu und verkauft das Schmuckstück seither in ihrem Geschäft in der Chemnitzer Straße.

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Vom Erfolg war sie selbst überrascht. „Zu uns kommen Leute aus der ganzen Republik, die aus Dresden stammen und eine Erinnerung an ihre Heimatstadt wollen“, sagt sie. Auch viele Hochzeitspaare entscheiden sich für den breiten Ring, der Frauen wie Männern gleich gut steht, wie Netz findet.

Weil der Ring so beliebt ist, wollten Imke Netz und ihr Mann, Uhrmachermeister Matthias Netz, mehr. „Wir haben uns von der Rostocker Goldschmiedin Annette Klook, die den Ring fertigt, weitere Teile entwerfen lassen“, sagt die Geschäftsführerin. Die Silhouette schmückt nun auch Manschettenknöpfe, eine Krawattennadel, einen Armreif und einen Kettenanhänger. Eine Uhr komplettiert das Ensemble. „Für unser kleines Geschäft ist diese Serie wirklich wichtig. Wir haben zwar Stammkunden aus der Nachbarschaft. Aber Laufkundschaft, wie es sie in der Innenstadt gibt, verirrt sich nur selten zu uns“, sagt die Plauenerin. Doch den Gedanken, eine Filiale in einem der Einkaufszentren zu eröffnen, hat sie schnell wieder verworfen. „Hier in unseren Gründerzeithäusern ist alles sehr familiär. Wir haben unser Geschäft vor 27 Jahren von der Firma Kosanke gekauft und führen die Uhrmacher- und Schmucktradition weiter. Wir fühlen uns wohl im Viertel“, sagt sie.

Mit Schülern des Gymnasiums Plauen hat sie selbst einen Ring mit dem Motiv der Schule entworfen. Der wird hin und wieder von Abiturienten erworben. Doch bald soll es eine zweite Dresden-Kollektion geben. „Darauf sollen das Blaue Wunder, der Fernsehturm und der Goldene Reiter zu sehen sein“, sagt Imke Netz. Damit kann sie Dresden-Patrioten ein weiteres Angebot machen. „So ein Schmuckstück ist nichts für Touristen, sondern für Leute, die ihre Stadt lieben. Ob sie hier wohnen oder nicht“, sagt Netz. Und wer es individuell mag, dem wird auch ein Brillant eingesetzt, wie Netz ihn selbst auf ihrem Dresden-Ring trägt.